Festliches Konzert für und mit Düsedauer Orgel / Etwa die Hälfte der benötigten 15 000 Euro steht bereits zur Verfügung

Instrument soll wieder volle Klangfülle erhalten

Gemeinsames Musizieren von der Orgelempore. Mit Musik und Texten wurde der Festausklang in der Düsedauer Kirche begangen. Am 31. Dezember beginnt um 17 Uhr eine Andacht zum Jahresschluss. Fotos (2): Ziems

cz Düsedauer. Familiärer Musikgenuss wurde am Dienstagabend in der Düsedauer Kirche geboten. Während Michael Sommer Texte vorlas, musizierten seine Frau Margarete, die Söhne Friedemann, Sebastian und Martin sowie Franziska Jahn gemeinsam.

Die Zuhörer lauschten den Stücken, mit denen das Weihnachtsfest ausklang. Neben dem Gesang sorgten auch Geigenklänge für Kurzweil. So konnten die Besucher zum Beispiel „Maria durch den Dornwald“, „Bereite dich Zion“ und der „Der Morgenstern“ genießen.

Fester Bestandteil des Programms war die Orgel. Allerdings bereitet das Instrument der Kirchengemeinde schon längere Zeit Sorgen. Der Holzwurm und weitere „Altersgebrechen“ schränken die Funktionsweite erheblich ein. So reichten am Dienstag keine zwei Hände aus, um das Instrument erklingen zu lassen. Denn das Pedal lässt sich nicht mehr betätigen. Und so stand der Abend auch im Zeichen der Orgel. Wie Michael Sommer informierte, wird die nötige Restaurierung ausdauernd vorbereitet. Etwa die Hälfte der benötigten 15 000 Euro konnten auch Dank vieler Spenden aufgebracht werden. Außerdem wurden Förderanträge an die Evangelische Kirche Deutschland und die Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gestellt. „Wir rechnen im Januar mit einer Entscheidung“, erklärte Michael Sommer. Die Freunde der Orgel wünschen sich, dass die dringend nötige Restaurierung bereits 2012 beginnen kann.

Dafür gab es in der Vergangenheit bereits mehrere Spendenaufrufe und Veranstaltungen, deren Erlös für das ehrgeizige Projekt verwendet wird. Dabei ging es auch immer wieder um die Frage, wie das Instrument wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Neben der Reparatur der gesamten Mechanik ist der Einbau eines elektrischen Gebläses geplant, damit die Orgel auch ohne Bälgetreter erklingen kann. Das imposante Instrument wurde 1880 von der Firma Voigt gebaut.

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