Anlaufschwierigkeiten nach Umbenennung von Straßennamen

Probleme bei Paketzustellung

Auch in Walsleben wurden zum Jahreswechsel mehrere Straßen umbenannt, die es in der Einheitsgemeinde doppelt gab.
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In Walsleben kamen seit der Umbenennung der Straßennamen mehrere Pakete nicht an
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Lange hat es gedauert, doch inzwischen wurden sämtliche Straßennamen, die in der Einheitsgemeinde Osterburg doppelt vorkommen, umbenannt. Seit dem Jahreswechsel wurden auch entsprechende Straßenschilder angebracht. In einer einjährigen Übergangsphase ist jedoch auch der alte Straßenname noch zu lesen. Wie aus den Ortschaften zu hören ist, gibt es jedoch noch Anlaufschwierigkeiten.

Osterburg – „Besonders bei Bestellungen im Internet ist das schwierig. Die denken dann, dass man umgezogen wäre“, sagt Walslebens Ortsbürgermeisterin Christine Klooß (CDU) über die Probleme, die sich online ergeben würden. Auch sei es mehrfach vorgekommen, dass Pakete oder Briefe nicht angekommen seien. „Warum das passiert, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist durch die neuen Straßenschilder doch ersichtlich, dass es eine Umbenennung gegeben hat.“ Was in Walsleben bisher noch versäumt wurde, ist, dass die alten Straßennamen mit einem roten Klebeband durchgestrichen wurden, wie es vorgesehen ist. „Das konnte noch nicht gemacht werden, weil es an dem Tag, an dem das gemacht wurde, so stark geregnet hat.“ Laut Ortsbürgermeisterin Klooß habe es vor der Umbenennung weniger Probleme mit Zustellungen gegeben.

Etwas gelassener sieht Kreveses Ortsbürgermeister Björn Bach die Angelegenheit. „Dass es da am Anfang noch Schwierigkeiten gibt, gerade im Onlinebereich halt ich für normal. Es dauert halt seine Zeit, bis die Versandhändler ein Update mit neuen Adressen bekommen.“ Auch Bach bestätigt, dass es vereinzelt vorgekommen sei, dass Sendungen nicht zugestellt werden konnten.

In Erxleben wurden drei Straßen umbenannt und in Polkau eine. Bürgermeister Steffen Seifert weiß von Problemen, die sich in Polkau ergeben hätten. „Ich vermute, dass die Umbenennung noch nicht bei der Post angekommen ist.“ Seifert betont, dass die Stadt keine Wahl gehabt habe, als die Änderung in Angriff zu nehmen. „Es geht ja vor allem um Rettungsdienste und Feuerwehr. Die brauchen Klarheit, damit sie nicht den falschen Ort ansteuern.“

Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) glaubt, dass sich die Anfangsschwierigkeiten mit der Zeit einpendeln werden. Ein wenig verwundert zeigt er sich, dass es auch zu Schwierigkeiten mit der Post gekommen ist. „Denn es war insbesondere die Post, die schon lange darauf gedrängt hat, dass die Straßen umbenannt werden.“ Bei der Gründung der Einheitsgemeinde vor elf Jahren war es versäumt worden, die Umbenennungen anzugehen. Manche Straßen gab mehr als ein halbes Dutzend mal. Die jetzt erfolgte Umbenennung hat dieses Versäumnis nachgeholt. Auch einige Hausnummern wurden geändert.

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