E-Mobilität schreitet voran

Ladesäulen für E-Autos auf neuem Parkplatz geplant

An der Säule können Nutzer von E-Autos ihre Fahrzeuge mit Strom versorgen
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Auf einem Supermarktparkplatz steht bereits eine E-Ladesäule in Osterburg
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Im ländlichen Raum steckt die E-Mobilität noch in den Kinderschuhen. In der Hansestadt Osterburg gibt es bislang eine einzige Zapfsäule. Sie steht auf dem Edeka-Parkplatz und wird von dem Markt betrieben. Im Zuge des Baus des Lindenparkplatzes, der nach dem diesjährigen Stadt- und Spargelfest in Angriff genommen werden soll, sollen zwei Zapfsäulen mit je zwei Lademöglichkeiten entstehen.

Osterburg – „Die Ladesäulen werden von den Stadtwerken Stendal betrieben und auch finanziert“, informierte Bauamtsleiter Matthias Köberle am Dienstagabend im Stadtrat. Auf Nachfrage deutete er an, dass es eine Herausforderung für die Stadt darstelle, die Säulen einzurichten. „Man benötigt natürlich eine entsprechende Infrastruktur, um das umsetzen zu können.“ Auch die Kosten sind häufig ein Hinderungsgrund. So scheiterte vor einiger Zeit der Versuch der Hansestadt Seehausen, eine Ladesäule anzuschaffen an den stark gestiegenen Kosten, und das Projekt war nicht mehr realisierbar und konnte somit nicht in die Tat umgesetzt werden.

Beim Preis für den getankten Strom dürfte es für die von den Stadtwerken Stendal gesponserten Ladesäulen schwierig werden, mit der auf dem Parkplatz des Supermarktes mitzuhalten: Wer weniger als eine Stunde tankt, muss nichts bezahlen. Für jede volle Stunde wird 1,20 Euro berechnet. Bevor getankt wird, ist es notwendig, sich an der Information des Marktes zu melden. Dort erfolgt dann auch die Abrechnung.

Bürgermeister Nico Schulz hofft, dass die Einheitsgemeinde Osterburg von der Einrichtung der Ladesäulen profitieren wird. „Es ist sicherlich so, dass die E-Autos überwiegend von Menschen in den großen Städten genutzt werden, aber auch auf unseren Straßen fahren immer mehr Elektroautos und die brauchen dann die entsprechenden Ladesäulen.“

Der biesestädtische Bürgermeister sieht in dem Angebot der Stadtwerke Stendal einen erfreulichen Zufall, dass dies mit dem Neubau des Lindenparkplatzes zusammenfällt. „Es ist gut, dass wir für die Ladesäulen nirgendwo extra den Boden aufreißen müssen, um neue Leitungen zu legen, sondern, dass dies im Zuge des Parkplatzbaus passiert.“

Laut Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes rollen derzeit rund 400 000 Elektroautos auf deutschen Straßen. Mitgezählt werden hier auch Hybridfahrzeuge, die neben einem Elektromotor auch mit einem Verbrennungsmotor angetrieben werden. Im gesamten Landkreis Stendal sind derzeit 191 E-Autos und 849 Hybridfahrzeuge zugelassen, wie der Landkreis auf Anfrage mitteilt.

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