Rückbau von Straße geplant

Teil des Otto-Nuschke-Weges soll Begegnungsstätte weichen

Ein Teil des Otto-Nuschke-Weges soll zurückgebaut werden, damit dort die Begegnungsstätte gebaut werden kann
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In diesem Jahr nahm die Kita der Borghardtstiftung am Otto-Nuschke-Weg ihren Betrieb auf.
  • Tobias Henke
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In der jüngsten Osterburger Stadtratssitzung hatten sich Anwohner darüber beklagt, dass nach dem Beginn des Betriebes der Kita „Wundervilla“, sich für sie Nachteile ergeben hätten, wie etwa eine Verschlechterung der Parkplatzsituation und auch, dass es eine zu helle Nachtbeleuchtung gebe (AZ berichtete). Inzwischen hat ein Treffen zwischen Bürgermeister Nico Schulz (FW), dem Leiter der Borghardt-Stiftung, Elimar Brandt, sowie Anwohnern stattgefunden.

Osterburg – Gleichzeitig werden Pläne vorangetrieben, eine Begegnungsstätte für Jung und Alt zu schaffen. Dabei ist es notwendig, einen Teil des Otto-Nuschke-Weges zurückzubauen.„Bei der Beleuchtung arbeitet die Borghardt-Stiftung an einer Lösung. Bei der Parkplatzsituation können wir als Stadt wenig machen, aber die Borghardt-Stiftung will mit der Wohnungsgesellschaft reden“, sagt Schulz auf AZ-Anfrage. Diese ist der Vermieter der meisten Wohnungen, in denen die Anwohner leben, die sich bei der Stadtratssitzung beschwert hatten.

Um die Begegnungsstätte für Jung und Alt zu schaffen, in der es Projekte geben soll, an denen die Kita und Senioren gemeinsam arbeiten, muss weiterer Platz geschaffen werden. Dies wäre durch den Rückbau des Straßenteils möglich. Dass sich die Parkplatzsituation dadurch noch verschärft, glaubt Schulz nicht. „Ich habe noch nicht gesehen, dass dort die Anwohner parken. Für die Eltern, die ihre Kinder zur Kita bringen, könnte es aber etwas schwieriger werden, einen Parkplatz zu finden.“ Laut Schulz müsse man die Vor- und Nachteile abwägen, die dieser Schritt mit sich bringt. Laut Schulz überwiegen die Vorteile.

Bis der Bau der Begegnungsstätte in Angriff genommen werden kann, wird jedoch noch einige Zeit vergehen, wie eine Anfrage bei Bauamtsleiter Matthias Köberle ergeben hat: „Falls der Stadtrat dem Beschluss zur Einziehung zustimmt, muss als nächster Schritt dieser Beschluss veröffentlicht werden (Amtsblatt) und dann der Beschluss zum Verkauf durch den Stadtrat gefasst werden. Erst danach (im Positivfall) und nach Besitzübergang kann die Straße zurückgebaut werden“, antwortet der Osterburger Bauamtsleiter auf eine AZ-Anfrage.

Laut Beschluss, über den die Ausschüsse und der Stadtrat in der nächsten Sitzungsfolge entscheiden, wurde die Entwidmung bereits 2015 im Rahmen eines Konzeptes zur barrierefreien Gestaltung des Altneubaugebietes gefasst. Dieses konnte jedoch aus Kostengründen nicht umgesetzt werden. Der Liefer- und Entsorgungsverkehr ist dem Beschluss zufolge weiterhin gesichert. Er könnte künftig ausschließlich über den dann noch bestehenden Teil des Otto-Nuschke-Weges/Ecke Melkerstraße erfolgen.

Bereits im Oktober 2020 hatte sich der Stadtrat erstmals mit der Thematik beschäftigt. Die Pläne hatten das höchste städtische Gremium mit großer Mehrheit passiert und stieß auf einhellige Zustimmung.

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