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Großprojekt auf den Weg gebracht

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Von: Tobias Henke

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Der Stadtrat tagte in der Turnhalle der Grundschule Flessau.
In ungewohnter Umgebung tagte am Dienstagabend der Osterburger Stadtrat: Die Turnhalle der Grundschule in Flessau wurde zum Sitzungssaal umfunktioniert. Das Gremium stimmte einem Kredit für einen Schulküchenbau zu. © Henke, Tobias

Die Aufnahme eines Kredits hat der Stadtrat der Hansestadt Osterburg am Dienstagabend in ungewohnter Atmosphäre beschlossen. In der Turnhalle der Grundschule Flessau entschied sich das Gremium für ein konkretes Angebot eines Instituts. 525000 Euro sind notwendig, um die Schulküche in Flessau zu bauen. Die Entscheidung fiel eindeutig aus, es gab keine Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

„Die Angebote gelten nur für einen Tag“, machte Stadtkämmerer Detlef Kränzel auf eine Besonderheit der Ausschreibung aufmerksam, als er die einzelnen Kreditangebote vorstellte. Den Beschluss, die Schulküche ohne Fördergelder zu finanzieren, hatte die Verwaltung bereits vor zwei Jahren gefällt. Dies rief Sandra Matzat (AfD) auf den Plan: „Hätte die Kommunalaufsicht den Kredit auch in diesem Jahr genehmigt?“, fragte sie mit Blick auf die angespannte finanzielle Lage der Kommune. Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (FW) ging inhaltlich nicht konkret auf die Frage ein. „Wollen Sie nicht, dass wir die Küche bauen? Wir können doch froh sein, dass die Kommunalaufsicht unsere Pläne vor zwei Jahren genehmigt hat“, so Schulz. Gladigaus Ortsbürgermeister Matthias Müller schlug sich auf die Seite von Schulz. „Wer sich ein bisschen mit dem Thema Haushalt auskennt, der weiß, dass wir in Osterburg eine der niedrigsten Pro-Kopf-Verschuldungen im ganzen Landkreis haben. Dieser Kredit erhöht die Verschuldung pro Kopf um etwa 60 Euro. Das können wir uns leisten.“ Konkret geht es um eine Summe von 6995,63 Euro, die in den nächsten 20 Jahren vierteljährlich von der Stadt an die Bank zu zahlen ist. Dies entspricht einem Zinssatz von 0,652 Prozent.

Mehrfach hatte die Verwaltung in der Vergangenheit versucht, Fördermittel für die Küche zu beantragen. Zunächst war eine Küche in Massivbauweise geplant, bevor der Vorschlag für eine Küche in Containerbauweise beim Stadtrat eine Mehrheit fand (die AZ berichtete). Doch auch für Letztere konnten keine Fördergelder gewonnen werden, sodass die Stadt das Vorhaben selbst finanzieren muss.

Von der Küche sollen alle städtischen Kindereinrichtungen profitieren und täglich mit frischem Essen beliefert werden. Die Ausschreibung zum Bau der Küche ist bereits beendet. Der Bau kann zeitnah starten.

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