Bauamt sieht in wenigen Ortschaften Bedarf für kommunale Laubentsorgung

Stadt will fünf Container aufstellen

Auf dem Recyclinghof in Osterburg soll ein Container zur Laubentsorgung aufgestellt werden
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Ein Container soll auf dem zu den Stadtwerken Osterburg gehörenden Recyclinghof in der Ballerstedter Straße aufgestellt werden. Jedoch dürfen diesen nur Anwohner bestimmter Straßen nutzen.
  • Tobias Henke
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Seit Anfang des Jahres ist die Biotonne nicht mehr kostenlos und so stellt sich insbesondere im Herbst die Frage: Wohin mit dem Laub? In der Bauausschusssitzung am Montagabend stellte Bauamtsleiter Matthias Köberle klar, dass die Entsorgung des Laubes eine freiwillige Aufgabe sei. Die Stadt werde sich darauf konzentrieren, in den Ortsteilen Abhilfe zu schaffen, in denen sich mehrere städtische Grundstücke befinden, auf denen Bäume stehen, die viel Laub produzieren.

Osterburg – Die Container werden wir in Krevese, Dequede, Rossau und Dobbrun aufstellen, so Köberle. Ein fünfter Container soll auf dem Wertstoffhof der Stadtwerke zur Verfügung gestellt werden. Diese können aber nur Bürger nutzen, die im unbefestigten Teil der Hainstraße, der Wallpromenade oder der Heinrich-Eckholt-Allee wohnen.

„Das wird für Diskussionen sorgen“ war sich Dorit Schröder (WG Land) sicher, dass viele Bürger nicht mit dieser Regelung einverstanden sein werden. Schröder verwies auf die Lösung in Stendal, wo die Stadt insgesamt 100 Container aufstellt (die AZ berichtete). „In den anderen Ortschaften sehen wir den Bedarf nicht. Dort wird es nach unserer Ansicht nach nicht zu einer erhöhten finanziellen Belastung für die Bürger kommen“, glaubt der Osterburger Bauamtsleiter.

Fabian Rieger, sachkundiger Einwohner, warf die Frage auf, ob es nicht möglich sein könne, das Laub zu kompostieren und günstig an die Bürger zu verkaufen. „Das ist kein Abfall, sondern ein Wertstoff.“ Michael Handtke (FW, Fraktion Freie Stadträte) , in Vertretung seines Fraktionskollegen Rainer Moser an der Sitzung teilnehmend, sagte, dass es im Aufsichtsrat der Stadtwerke mal entsprechende Überlegungen gegeben habe, diese jedoch aus rein finanziellen Motiven heraus verworfen worden sein. Für eine Stadt in der Größe Osterburgs sei eine solche Kompostieranlage nicht zu stemmen.

Aufgrund fehlender Erfahrungswerte seit Einführung der kostenpflichtigen Biotonne machte Wolfgang Tramp (Die Linke) einen Vorschlag: „Ich bin dafür, dass wir uns das jetzt mal ein Jahr anschauen und dann überlegen, ob wir es so lassen oder ob etwas geändert wird“. Dieser Vorschlag stieß auf Zustimmung bei der Mehrheit der Ausschussmitglieder um den Vorsitzenden Matthias Lenz.

Tramps Fraktionskollege Horst Guse wünscht sich in Bezug auf die Anwohner des unbefestigten Teils der Hainstraße eine andere Lösung: „Wäre es nicht besser, wenn es möglich wäre, den Container des Kindergartens mit zu benutzen, statt die Säcke zum Wertstoffhof zu fahren?“

Bauamtsleiter Köberle versprach, in dieser Frage Kontakt mit der Kita Jenny Marx aufzunehmen, um zu erörtern, ob eine solche Lösung denkbar ist. Eine Entscheidung des Stadtrates zur Organisation der Laubentsorgung in der Einheitsgemeinde steht noch aus.

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