Gerhard Beninde ist nach Baumfällungen von der Verwaltung enttäuscht

Ersatzpflanzungen weiter erwünscht

Gerhard Beninde ist über die Verwaltung der Hansestadt sehr verärgert
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Gerhard Beninde wünscht sich, dass im Altneubaugebiet Bäume als Ersatz für die vor drei Jahren gefällten Linden gepflanzt werden. Doch die Pflanzungen erfolgten außerhalb des Altneubaugebietes.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Gerhard Beninde ist nach wie vor sauer auf die Stadt Osterburg. Der Grund liegt drei Jahre zurück: Im Dezember 2018 wurden im Bereich der August-Bebel-Straße drei alte Linden gefällt, die angeblich krank gewesen sein sollen (die AZ berichtete). Die in der Baumschutzsatzung der Hansestadt Osterburg festgeschriebenen Ersatzpflanzungen wurden statt im Bereich der August-Bebel-Straße in Erxleben und Walsleben vorgenommen.

Osterburg – Davon haben wir hier doch nichts, wenn die Bäume in Erxleben oder Walsleben gepflanzt werden“, ärgert sich Beninde, der sagt, dass mehrere Gründflächen im Altneubaugebiet für Ersatzpflanzungen in Frage kämen. Die Verwaltung selbst ist hier allerdings außen vor, wie eine Anfrage beim Osterburger Bauamt zeigt. „Außer den Straßen und Wegen gibt es im Altneubaugebiet keine Flächen, die in kommunaler Hand sind“, informiert Amtsleiter Matthias Köberle, da die Grünflächen sich in Privatbesitz befinden. Auch die Bäume, die an der Lindenstraße gefällt wurden, wurden von Privatleuten beseitigt. Wer einen Baum fällt, muss für die Ersatzpflanzungen sorgen. Das gilt laut Baumschutzsatzung auch für Privatpersonen.

Wie der Osterburger Bauamtsleiter weiter informiert, sei man mit der Wohnungsgenossenschaft im ständigen Austausch bezüglich der Frage, ob auf den Grundstücken des Großvermieters im Altneubaugebiet Ersatzpflanzungen möglich sein könnten. „Wir sind weiterhin in der Prüfungsphase“, bestätigt Lars Seibicke, Mitglied im Vorstand der Wohnungsgenossenschaft, gegenüber der AZ. Gerhard Beninde geht das alles viel zu langsam. Er hatte in den vergangenen Jahren, unterstützt von der BUND-Kreisvorsitzenden Susanne Bohlander, regen Schriftverkehr mit der biesestädtischen Verwaltung. Dieser liegt der AZ vor. Die Verwaltung legt dort dar, warum die Ersatzpflanzungen nicht an Ort und Stelle erfolgen konnten. „Manchmal ist das einfach nicht möglich“, erläutert Köberle. Es komme vor, dass für einen gefällten Baum fünf oder sechs junge Bäume gepflanzt würden. „Da kann es dann sein, dass einfach der Platz fehlt.“ In einem Schreiben von Detlef Kränzel, Vize-Bürgermeister und Leiter des Amtes für Finanzen und Ordnungsangelegenheiten an Beninde, legt Kränzel dar, dass die Stadt ein Interesse an einem Austausch mit den Bürgern im Altneubaugebiet habe, um gemeinsam zu überlegen, wo Pflanzungen vorgenommen werden könnten. Doch konkrete Ideen, wo dies der Fall sein könnte, gibt es bis heute noch nicht.

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