Mehr Aufwand notwendig

Osterburg: Löschwasserbohrungen in geringer Tiefe bringen nicht das erhoffte Ergebnis

Der Alte Düsedauer Weg soll einen Löschwasserbrunnen erhalten
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Um im Ernstfall schnell das Wohngebiet im Bereich des Alten Düsedauer Weges zu erreichen, soll im direkten Umfeld zu dem Wohngebiet ein Löschwasserbrunnen installiert werden.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Neben dem teilweise veralteten Material ist die Versorgung mit Löschwasser das vielleicht dringendste Problem, mit dem sich die biesestädtischen Brandbekämpfer um Wehrleiter Sven Engel auseinandersetzen müssen. Im Bereich des Alten Düsedauer Weges müssen die Anstrengungen bei der Löschwasserversorgung erhöht werden, da eine erste Bohrung nicht den erhofften Erfolg gebracht hat.

Osterburg - Bei der Bohrung wurde nicht das erhoffte Ergebnis erreicht“, so Engel gegenüber der AZ. Konkret bedeutet dies, dass der Wasserdruck in geringer Tiefe nicht so hoch ist, wie es erforderlich wäre. „Bei einem Löschangriff werden etwa 200 Liter in der Minute verbraucht“, umreißt Engel die Anforderungen an die genutzten Brunnen. Die Verwaltung müsse nun entscheiden, wie die Lösung am Ende aussehen wird. „Das könnte ein Tiefbrunnen sein oder auch eine Zisterne.“ Zwei Zisternen wurden zuletzt auf dem fast fertigen Lindenparkplatz installiert (die AZ berichtete). Um das Wohngebiet im Bereich der Düsedauer Straße zu versorgen, sind diese jedoch nicht geeignet, da sie zu weit entfernt liegen. „Das ist gesetzlich genau vorgeschrieben, wie weit die Löschwasserstelle entfernt liegen muss.“ Laut Engel dürfen dies nur wenige Hundert Meter sein.

Nicht kompensiert werden können fehlende Löschwasserbrunnen mit Tanklöschfahrzeugen. „Pro Fahrzeug stehen rund 2000 Liter zur Verfügung“, so Engel. Ein größerer Gefahrenherd wie etwa ein Hausbrand könne damit nicht bekämpft werden, weil das Wasser nach einigen Minuten bereits verbraucht sei.

Neben notwendigen großen Wasserreserven nutzt die Feuerwehr auch einzelne Hydranten, um kurzfristig an Löschwasser zu kommen. Auch Flüsse können als Wasserquelle angezapft werden. „Das geht natürlich nur bei einer bestimmten Wassermenge und jeder Osterburger weiß ja, dass die Biese in den letzten Jahren nicht gerade viel Wasser führt“, umreißt Engel das Problem.

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