Feuerwehrnachwuchs in Rossau soll eigene Räumlichkeiten erhalten

Standort für Umkleide gesucht

Der Ortschaftsrat in Rossau tagte dieses Jahr coronabedingt draußen.
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In seiner kommenden Sitzung wird sich der Rossauer Ortschaftsrat (Archivbild) mit der Frage beschäftigen, wo sich geeignete Räumlichkeiten befinden, die von jugendlichen Brandschützern genutzt werden können.
  • Tobias Henke
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Für die Kinder und Jugendlichen der Ortsfeuerwehr Rossau gibt es schon seit geraumer Zeit keine eigenen Räumlichkeiten, um sich umzuziehen. „Wir würden gerne erreichen, dass sie sich nicht mit den Erwachsenen umziehen müssen“, macht Ortschef Bernd Drong deutlich. Auf der Suche nach einer Zwischenlösung hat er sich kürzlich mit Bauamtsleiter Matthias Köberle und Detlef Kränzel, Leiter des Amtes für Finanzen und Ordnungsangelegenheiten, vor Ort getroffen.

Rossau – Nicht infrage kommt der örtliche Jugendclub, da dort die sanitären Einrichtungen fehlen. So bleibt das Dorfgemeinschaftshaus als mögliches Ausweichquartier. Einen kleinen Versammlungsraum als Umkleide umzugestalten, stieß bei Vertretern der Feuerwehr auf Ablehnung, da dieser keinen Platz für angedachte Schränke samt Spinden bieten würde und außerdem regelmäßig genutzt werde. Die favorisierte Lösung ist, das sogenannte „Stuhllager“ als Umkleidekabine zu nutzen. Dort werden, wie der Name schon sagt, Stühle und Tische aufbewahrt, die bei Veranstaltungen genutzt werden können. „Die sollen da auch drinbleiben, aber wenn wir dort umräumen, ist eine Nutzung als Umkleide möglich“, meint Ortsbürgermeister Drong, schränkt aber ein, dass es dort „eng bleibt“ und sich der Komfort in Grenzen halte. Eine Lösung zu finden, sei auch deshalb angebracht, weil die örtliche Jugend- und Kinderfeuerwehr in den vergangenen Jahren zahlenmäßig gewachsen sei. Die beiden Amtsleiter Kränzel und Köberle halten das Stuhllager für geeignet, um als Umkleide genutzt werden zu können. „Über Details werden wir uns in unserer nächsten Ortschaftsratssitzung verständigen.“ Sie ist für Montag, 1. November, angesetzt und beginnt um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Großer Wunsch des Ortschefs ist nach wie vor die Umsetzung des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses in Rossau, der, so hofft Drong, „bitte nicht bis zum St. Nimmerleinstag verschoben wird“.

Sollte das Gerätehaus gebaut werden, wird es dort auch Räumlichkeiten speziell für die Jugendfeuerwehr geben und die aktuellen Probleme wären gelöst. Doch das bleibt zunächst einmal Zukunftsmusik, denn der Neubau soll frühestens 2026 erfolgen (die AZ berichtete).

„Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat hier unsere Feuerwehr“, sagt Drong, dass die Auffassung der Brandschützer bei der Entscheidung über die Nutzung des Stuhllagers primär zu berücksichtigen sei.

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