Schäden hält sich noch in Grenzen / Ortsbürgermeister befürchtet Nachahmer

Illegale Müllkippe in Flessauer Seitenstraße

Stefan Brehmer war von Anwohnern darauf aufmerksam gemacht worden, dass am Grävenitzer Weg Grünschnitt illegal entsorgt worden ist. Er hofft, dass der Gang an die Öffentlichkeit weitere Täter abschreckt.
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Stefan Brehmer war von Anwohnern darauf aufmerksam gemacht worden, dass am Grävenitzer Weg Grünschnitt illegal entsorgt worden ist. Er hofft, dass der Gang an die Öffentlichkeit weitere Täter abschreckt.

Flessau – Noch hält sich der Schaden in Grenzen, doch Flessaus Ortsbürgermeister Stefan Brehmer (WG Land) bat die AZ auf ein Problem im Grävenitzer Weg hinzuweisen. Unbekannte haben dort illegal Grünschnitt entsorgt, an einer Stelle liegt gar schon seit Jahren Bauschutt.

„Ich hätte das gar nicht gewusst, wenn Anwohner mich nicht darauf aufmerksam gemacht hätten“, so Brehmer. Die Anwohner haben ein Auto von der Straße wegfahren sehen, mit dem die Unbekannten dort höchstwahrscheinlich hingefahren sind. „Anzeigen bringen in solchen Fällen meistens eher nichts, aber vielleicht hilft es ja, dass die Leute wissen, dass sie beobachtet werden“, erläutert Brehmer seinen Wunsch, das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen.

„Und wo einmal etwas liegt, da wird dann in der Regel mehrfach etwas abgelegt, was dort nicht hingehört.“ Flessaus Ortsbürgermeister hat kein Verständnis für die illegale Entsorgung. „Es gibt ja nun genügend legale Möglichkeiten, wie etwa durch die Nutzung der entsprechenden Müllkarten oder über den Recyclinghof in Osterburg, den man auch samstags anfahren kann.“

Auf einem alten Schild wird noch in D-Mark mit Bußgeldern für Müllsünder gedroht.

Sollte es dabei bleiben und der Landkreis zum 1. Januar Gebühren für die Biotonne einführen, sieht Brehmer die Gefahr, dass es vermehrt zu illegalen Müllablagen kommen könnte. „Wenn die Leute dafür zahlen müssen, stellt sich natürlich vielen die Frage, was sie mit ihrem Grünschnitt machen sollen.“

Das Problem am Grävenitzer Weg will Brehmer dennoch nicht überdramatisieren. „Mir ist schon klar, dass das hier verrottet, aber mehr sollte es nicht werden. Das wäre nicht im Sinne der Anwohner und Bauschutt hat hier natürlich nichts zu suchen.“ Kommunalpolitiker Brehmer hofft, dass durch den Gang an die Öffentlichkeit Müllsünder davon abgeschreckt werden, es den bisher nicht ermittelten Personen gleich zu tun. „Ich werde hier weiter ein Auge drauf haben, schon allein im Interesse der Anwohner, damit dieser Platz hier nicht noch häufiger als illegale Müllkippe genutzt wird“, so die unmissverständliche Ansage in Richtung möglicher Nachahmer der Müllsünder.

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