Stadt möchte die Erweiterung des Gewerbegebietes „Am Schaugraben“zurücknehmen

Hoffnung auf die Autobahn 14

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Die Stadt plant die Erweiterung des Industriegebietes am Schaugraben zurückzunehmen. Grund ist, dass sie lieber an der Autobahn ein Gewerbegebiet ausweisen möchte.

Osterburg. Die Hansestadt Osterburg erwartet sich durch den geplanten Bau der A 14 Impulse für die hiesige Wirtschaft. Aus diesem Grund hat sich die Stadt entschlossen, den über 20 Jahre alten Beschluss über die Erweiterung des Gewerbegebietes „Am Schaugraben“ zurückzunehmen.

Dies ist unproblematisch möglich, da sich dort bis jetzt kein neues Unternehmen angesiedelt hat.

„Die Hoffnungen, die man damals damit verband, haben sich nicht erfüllt“, so Bauamtsleiter Matthias Köberle gegenüber der AZ. Es gibt einen bestimmten Grund, warum die damals erteilte Genehmigung für die Erweiterung zurückgenommen werden soll: „Das Landesverwaltungsamt hat uns gegenüber durchblicken lassen, das Osterburg schon genügend Gewerbegebiete habe und sie unter den derzeitigen Gegebenheiten kein weiteres genehmigen würde“, führt der Bauamtsleiter aus. Um künftig an der Autobahn Unternehmen ansiedeln zu können, sei der Schritt daher nötig, die Erweiterung zurückzunehmen. Andere Baumaßnahmen wie beispielsweise Wohngebiete sind dort nicht geplant. Es handelt sich um Ackerland, das nun nicht bebaut wird und somit weiterhin als Grünfläche dient. Für die Unternehmen, die sich in dem bestehenden Industriegebiet „Am Schaugraben“ befinden, ergeben sich durch die Rücknahme der Erweiterung keine Nachteile. Auch Neuansiedlungen von Unternehmen sind laut Bauamtsleiter Köberle jederzeit möglich.

In der heutigen Sitzung wird sich der Ortschaftsrat Osterburg mit der Thematik befassen und über einen Beschluss abstimmen. Die bindende Entscheidung dazu wird der Stadtrat voraussichtlich bei einer seiner nächsten Sitzungen fällen.

Der geplante Bauabschnitt der A 14, der auch nach Osterburg führen wird, soll von Schwerin über Stendal nach Magdeburg führen, wo dann direkter Anschluss an die weiterführende A 2 besteht. Prognosen, wann der Abschnitt voraussichtlich fertiggestellt wird, schwanken derzeit zwischen 2022 und 2030. Ein konkreter Zeitplan ist auch deshalb schwer möglich, da es immer passieren kann, dass Klagen von Anwohnern den Bau verzögern.

Von Tobias Henke

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