Osterburger Rathaus-Chef will Schausteller nicht im Regen stehen lassen

Höhe des wirtschaftlichen Schadens noch unklar

Ein Gottesdienst im Autoscooter ist mittlerweile fester Bestandteil des Stadtfestes in der Spargelstadt Osterburg. 2021 könnte es auch ihn dann wieder geben.
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Ein Gottesdienst im Autoscooter ist mittlerweile fester Bestandteil des Stadtfestes in der Spargelstadt Osterburg. 2021 könnte es auch ihn dann wieder geben.

Osterburg – Das 23. Stadt- und Spargelfest wäre in den zweiten Tag gestartet. Doch Pustekuchen, Corona und die Vorschriften machen Osterburg einen Strich durch die Rechnung.

„Es gab keine andere Möglichkeit“, macht Bürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) auf AZ-Nachfrage noch einmal klar.

Und: Die Einheitsgemeinde will den bewährten Ausrichter der dreitägigen Großveranstaltung nicht im Regen stehen lassen. „Wie hoch der wirtschaftliche Schaden ist, kann noch nicht benannt werden, wir sind in Abstimmung mit dem Ausrichter nach dem entstandenen Aufwand zur Vorbereitung des Festes. Ich sehe die Stadt hierzu in der Verantwortung, einen finanziellen Ausgleich zu gewähren.“

Lothar Welte, ein Schausteller aus Rostock mit ausgeprägten Wurzeln in Sachsen-Anhalt, und Mitstreiter halten seit Jahren für die Stadt die Fäden in der Hand. Im Rathaus will man das nicht vergessen. „Der Staat muss in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krisensituation alles unternehmen, um von den Verboten betroffenen Branchen zu helfen. Dies gilt gleichermaßen für eine Stadt als unterste staatliche Behörde“, unterstreicht der Bürgermeister. Das Schaustellergewerbe sei am stärksten betroffen. „Wenn wir auch weiterhin die jahrhundertealte Tradition von Rummel und Volksfesten haben wollen, müssen alle staatlichen Akteure Unterstützung leisten.“

Im nächsten Jahr soll es möglichst ein Stadtfest geben. Die Planungen dafür haben noch nicht begonnen. In normalem Jahren zeichnen Rummel, Bühnenprogramm und Essen das Fest aus.

VON MARCO HERTZFELD

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