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Für Hobby-Kapitäne bestens gerüstet

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Hafenmeister Lutz Tippmann freut sich auf viele Wasserwanderer, die den Sportboothafen in Arneburg ansteuern. Sauberkeit und Service zeichnen die Anlegestelle aus.  Foto: Boetzer
Hafenmeister Lutz Tippmann freut sich auf viele Wasserwanderer, die den Sportboothafen in Arneburg ansteuern. Sauberkeit und Service zeichnen die Anlegestelle aus. Foto: Boetzer

Arneburg. Ende März legte schon die erste Yacht in Arneburg an. Aus der Nähe von Hamburg kamen die Gäste, sagte Hafenmeister Lutz Tippmann. Die „Marina Arneburg“ ist gerüstet, das Areal rundum gepflegt und der Hafenmeister wie immer froh gelaunt.

Vergangenes Jahr machten annähernd 200 Boote in der Elbestadt Rast. Wohnmobile legten einen Zwischenstopp auf der Wiese ein, und auch Campingfreunde konnten ihre Zelte aufschlagen. Die Wassersportler stammen nicht nur aus deutschen Gefilden, sondern sind in Holland, Dänemark oder Tschechien zu Hause. Die gerade erst beginnende Saison dauert bis Ende Oktober. Von montags bis sonntags können sich Gäste gut aufgehoben fühlen. Ist ein Ansprechpartner mal nicht vor Ort, kann ein Telefonanruf Abhilfe schaffen.

Die Arneburger punkten bei den Hobby-Kapitänen nicht nur mit Idylle und Ruhe, vielmehr lockt der Service immer mehr Touristen an. Zwischen Wittenberge und Magdeburg ist Arneburg die einzige Stelle mit Tankanlage. Wer nicht in der kleinen Stadt nächtigen möchte, macht aber oftmals Halt, um Kraftstoff nachzufüllen, hat Tippmann die Erfahrung gemacht. Strom und Wasser am Steg sei auch nicht überall selbstverständlich, das Nass gibt es kostenlos. Der Sozialtrakt ist tiptop in Schuss, die Fäkalabsauganlage werde oft benutzt. Zudem nimmt sich der Hafenmeister Zeit für freundliche Worte, weist nicht nur auf Sehenswertes im Städtchen hin, sondern macht auch morgens einen Brötchendienst möglich.

„All diese Kleinigkeiten machen so viel aus“, erklärte Bürgermeister Lothar Riedinger. Aus Gesprächen heraus erfuhr er, dass die Gäste die Stille mitten in der Natur zu schätzen wissen. Im Gegensatz zu einem größeren, viel belegten Hafen. Bei den Wassersportlern werden Haltepunkte durch Mundpropaganda weiter gegeben. So gibt es bereits Gäste, die auf ihren Touren immer wieder den Weg nach Arneburg finden. Platz ist für 40 Boote. Hochbetrieb herrscht an den Wochenenden. Im Angebot sind ebenso Dauerliegeplätze. Sieben sind belegt, sechs noch frei.

Der Sportboothafen macht inzwischen seit 2004 Arneburg für Besucher noch attraktiver. Hinsichtlich der städtischen Finanzen sei der Ort für Wasserwanderer bisher noch ein Zuschussgeschäft, gab Riedinger zu. Das Minus werde aber von Jahr zu Jahr geringer. Daher hofft der Bürgermeister auf viel Sonne in dieser Saison. Und auch auf genügend Elbewasser. Sind bei einem niedrigen Pegel nur noch knapp 80 Zentimeter unterm Kiel, kommen die größeren Boote, vielmehr meterlange Yachten, gar nicht mehr in den Hafen hinein.

Von Berit Boetzer

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