Hessen pflegen das Grab ihrer Hündin auf altmärkischem Tierfriedhof

Für toten Liebling „Susi“ in die alte Heimat zurück

+
Brigitte und Kurt Pankrath zog es für einige Tage von Hessen zurück in die Altmark, wo sie das Grab ihrer Susi auf dem Hundefriedhof besuchten.

Barsberge. In mittelbarer Nachbarschaft der Ausflugsgaststätte Forsthaus Barsberge, welches seit 1899 besteht, befinden sich nicht nur der Spielplatz, das Wildgehege, der Sängergrund oder der Försterfriedhof.

Eine Besonderheit ist auch der Tierfriedhof oder auch Hundefriedhof genannt. An einer kleinen Infotafel ist einiges zur Geschichte dieses Platzes zu lesen. Nach der Historie setzte der Revierförster Hahn, Förster des benachbarten Forsthauses, im Jahre 1878 hier seinen treuen Hund namens Nimrodt bei. Bei dichtem Nebel hatte ihn der Hund einmal aus dem sumpfigen Gelände am Goldfischteich (dieser wurde 1939 zugeschüttet) sicher nach Hause gebracht. Aus Dankbarkeit erhielt der Hund das Gnadenbrot bis zu seinem Tode. Der Grabstein erhielt die Aufschrift „Dem treuen Niemroth“. Verschiedene Quellen berichten davon, dass dies der älteste Hundefriedhof der Welt sei. Auch heute noch ist dieser Ort ein Platz, wo Tierfreunde ihre Lieblinge oder deren Asche in einer Urne beisetzen. Viele, oft schon sehr alte Gräber, machen einen gepflegten Eindruck unter den Tannen.

Neulich besuchte ein Ehepaar aus dem Bundesland Hessen diesen Ort. Brigitte und Kurt Pankrath aus Braunfels hatten dort vor vier Jahren ihre Hündin Susi, ein Lhasa-Apso, begraben. Da beide in den 1960er Jahren in Seehausen ihren Schulabschluss gemacht hatten, war ihnen der Hundefriedhof bekannt. Deshalb entschlossen sie sich kurzerhand, auch ihrer Susi in den heimatlichen Gefilden die letzte Ruhestätte zu geben. Einen Tag nach dem Tode von Susi schafften sie sich einen neuen Hund an. Max, ein Bolonko Zwetna, war bei der Grabpflege in Seehausen mit dabei.

Von Walter Schaffer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare