Normale Vorbereitung für Abiturienten

Heimunterricht funktioniert: Gymnasium in Osterburg sieht sich gut gerüstet

Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten. Präsenzunterricht gibt es im Moment auch nur für den Abiturjahrgang. Alle anderen Schüler werden zu Hause mit Lernstoff versorgt und halten regelmäßig Kontakt zu ihren Lehrern.
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Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten. Präsenzunterricht gibt es im Moment auch nur für den Abiturjahrgang. Alle anderen Schüler werden zu Hause mit Lernstoff versorgt und halten regelmäßig Kontakt zu ihren Lehrern.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Die Schulen sind derzeit bis auf Weiteres geschlossen und die Schüler lernen zu Hause. Eine Ausnahme bilden die Abschlussklassen. Der Unterricht des Abiturjahrganges am Markgraf-Albrecht-Gymnasium findet regulär statt.

Osterburg – „Keiner unserer angehenden Abiturienten muss im Moment wegen Corona zu Hause bleiben“, informiert Schulleiterin Elke Hein, dass es weder einen infizierten Schüler gibt noch jemanden, der beispielsweise nicht in die Schule geht, weil Eltern oder Geschwister zur Risikogruppe gehören.

Der Schutz vor der Pandemie wird großgeschrieben. „Es halten sich alle an das Hygienekonzept, was natürlich sehr wichtig ist“. Gerade habe die Schule vom Landkreis für die Schüler und Lehrer 3000 FFP2-Masken erhalten.

Das Abitur wird in gewohntem Umfang stattfinden. Es wird voraussichtlich nur kleine Anpassungen geben. „Im letzten Jahr wurden die Schulen angeschrieben, um in Erfahrung zu bringen, welche Themen während der Coronazeit behandelt wurden und welche nicht. Ob das in diesem Jahr auch wieder der Fall sein wird, weiß ich nicht“.

Für alle anderen Klassen und Jahrgangsstufen gibt es derzeit keinen Präsenzunterricht. Die Vermittlung des Lernstoffes erfolgt über das Internet. Dies funktioniere bislang sehr gut. „Die Schüler sind angehalten, während der Zeit, in der sonst Unterricht stattfinden würde, die Aufgaben zu bearbeiten. In dieser Zeit können sie mit ihren Lehrern in Kontakt treten und Fragen stellen. Es käme nur ab und zu vor, dass Schüler aufgrund einer schlechten Internetverbindung etwas nicht mitbekommen würden. Dies sind laut Hein nie mehr als ein oder zwei Schüler pro Klasse. „Wir stellen die Aufgaben alle ins Internet“. Auf einer Lernplattform können diese dann abgerufen werden und bei technischen Problemen nachgearbeitet werden.

Sehr groß ist laut Hein der Arbeitseinsatz der Lehrer. „Der Korrekturaufwand ist extrem hoch. Die Schüler wollen, dass die Aufgaben, die sie machen, auch korrigiert werden“, erläutert die Schulleiterin, dass der Lernfortschritt der Schüler durch die Korrekturen erfasst wird.

Nachdem im vergangenen Jahr die Schulen gezwungener Maßnahmen einen Kaltstart beim Heimunterricht hinlegen mussten, gibt es hier inzwischen eine gewisse Routine, meint Hein. Die Organisation des Unterrichts laufe inzwischen völlig reibungslos ab. Wie wohl alle Schüler und Eltern wünscht sich auch Elke Hein, dass die Schulen bald wieder öffnen können, falls die Corona-Fallzahlen dies wieder zulassen sollte. Doch dies ist derzeit nicht der Fall, sodass die derzeitige Situation wohl noch etwas andauern wird.

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