Tourismus-Chefin Hodum sieht erste Früchte der ambitionierten Kampagne

Heimatfreunde fiebern mit: Buga unter Leistungsdruck

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Auch wenn es anders aussieht, Norbert Lazay hatte für Mandy Hodum in diesem Moment nur unterstützende Worte. Ob deren Tourismus-Offensive fruchtet, muss sich dennoch erst zeigen.

Gladigau. Was für Norbert Lazay, den Vorsitzenden des Altmärkischen Heimatbundes, ein „großes schillerndes Mosaik“ ist, soll den Tourismus in der Region 2015 ein entscheidendes Stück voranbringen.

Die Rede ist von „Buga – Bismark – Buchsbaum“, auch kurz „die drei großen B“ genannt. Mandy Hodum, die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Altmark, sprach beim Neujahrsempfang der Heimatfreunde am Sonnabend in Gladigau von ersten kleinen Erfolgen der ambitionierten Kampagne: „Das Interesse ist da, vereinzelt sind Hotels bereits ausgebucht. Nun kommt es darauf an, dass die Gäste auch tatsächlich kommen, verblüfft sind, staunen, sich willkommen fühlen und irgendwann auch wiederkommen. “.

Die Bundesgartenschau startet am 18. April: 177 Tage, 53 Hektar Ausstellungsfläche, fünf Standorte in zwei Bundesländer – ein „großes Experiment“, wie der Buga-Zweckverband selbst eingesteht. Gerechnet wird mit 1,5 Millionen Besuchern, davon allein 900 000 in Havelberg. Ein recht ehrgeiziges Ziel, meinte so mancher Heimatfreund im „Dörpschen Krug“. Bismark und Buchsbaum sollen die Gäste zusätzlich anlocken und sozusagen aus der Buga-Havelregion weiter in die Altmark führen. Stendal, Tangermünde und Schönhausen etwa planen größere Ausstellungen. Der 200. Geburtstag des Reichkanzlers Otto von Bismark, eines Altmärkers, könnte der Region viele geschichtsinteressierte Touristen bescheren. Das dritte B, der Buchsbaum, repräsentiert die zahlreichen besonderen öffentlichen und privaten Gärten, für die bereits der Begriff „Gartenlandschaft Altmark“ steht. Der Tourismusverband hat seit mindestens vier Jahren die Werbetrommel gerührt und kann bei allen drei Themen mit Infomaterial punkten.

Mitten in die Zeit der Bundesgartenschau fällt das Altmärkische Heimatfest vom 3. bis 5. Juli in Schönhausen. Auch dort soll der „Eiserne Kanzler“ eine gewichtige Rolle spielen.

Von Marco Hertzfeld

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