Lazay: Wort nicht den Nazis überlassen / Schrift in Arbeit

Heimatbund sucht nach der Heimat

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Bei einem Fest des „Heimatbundes Ostelbien“ Mitte 2006 wurde eine Ausgabe des „Tagebuchs der Anne Frank“ demonstrativ verbrannt. Fünf der Beteiligten sind von einem Gericht wegen Volksverhetzung zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.

Gladigau. Der Altmärkische Heimatbund sucht nach der Heimat und lässt an einer Publikation arbeiten. Was ist, kann und darf Heimat im 21. Jahrhundert?

„In Zeiten, wo die Völkisch-Rechten aufs Land ziehen und Neonazis eh längst wieder mit dem Begriff Heimat ins Feld ziehen, müssen wir uns Fragen stellen“, ist Norbert Lazay, der Vorsitzende des Heimatbundes, überzeugt. Den Namen der eigenen Organisation einmal bewusst zu hinterfragen, sei dabei auch erlaubt.

Fast zehn Jahre ist es her, als Neonazis im kleinen Ort Pretzien bei Magdeburg das „Tagebuch der Anne Frank“ in ein Sonnenwendfeuer warfen. Organisiert wurde das Treffen von einem Verein mit dem Namen „Heimatbund Ostelbien“, der aus einer rechten Kameradschaft hervorgegangen sein soll. „Ein Heimatbund zum Fürchten“, kann sich Pfarrer Lazay aus Gladigau noch ziemlich gut an die Tat erinnern.

Vor einiger Zeit sei die Geschäftsstelle des Landesheimat- bundes in Halle mit schwarzer Farbe beschmiert worden. [...]

Von Marco Hertzfeld

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