Landwirte auf LSG-Konfrontationskurs / Bürgermeinung ab 4. September gefragt

„In Harmonie mit der Natur“

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Bei dem 27-jährigen Junglandwirt André Stallbaum regt sich Widerstand gegen die geplante Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes (LSG) „Altmärkische Wische“. Bis es im November zum Entscheid durch Landrat Wulfänger kommt, leistet er kräftig Aufklärungsarbeit.

Osterburg/Iden. Braun wie der Boden, blond wie der Weizen – was die Altmärkische Wische charakterisiert, trifft optisch irgendwie auch auf Junglandwirt André Stallbaum  (27) zu.

Doch diesig wie das Licht, in das die Felder zwischen der Einheitsgemeinde Osterburg und der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck beim gestriegen Treffen mit dem Heimatrückkehrer ist, zeigt sich seine Stimmungslage. Nicht generell, denn Stallbaum blickt nach seinem Landwirtschafsstudium in Kiel mit großer Erwartung und vielen Ideen in die Zukunft. Dort wartet in Kürze der Einstieg in den elterlichen Betrieb. Zwischen Giesenslage und Behrendorf ist er gerade mit dem Kantenmulchen beschäftigt, beackert 30 Hektar. In Gedanken immer bei der Sache, der Sache Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Altmärkische Wische“.

Die Ausweisung des 21 200 Hektar großen Territoriums, das auch in den Seehäuser Bereich reicht, piesackt Stallbaum wie die diesjährige Mückenplage. „Ein Landschaftsschutzgebiet würde das wirtschaftliche und somit auch gesellschaftliche Ende der Wische bedeuten“, wählt Stallbaum drastische Worte für mögliche Konsequenzen ab 2015. Aufgrund der weitreichenden Einschränkungen und Verbote im Entwurf der Verordnung des Landkreises Stendal würden Gemeinden um ihre Entwicklungschancen gebracht, seien Arbeitsplätze in Gefahr, eine Wettbewerbsanpassung gegenüber anderen Regionen stark eingeschränkt – und dies seien nur die dringendsten Argumente, die gegen eine LSG-Ausweisung sprechen.

Von Jana Henning

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