In drei Ortschaften sollen Fotovoltaikanlagen errichtet werden

Hansestadt Osterburg wird Solarstandort

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In drei Ortsteilen der Einheitsgemeinde soll künftig großflächig Solarstrom erzeugt werden.

Osterburg – Dass die Energiewirtschaft in der Einheitsgemeinde Osterburg eine große Rolle spielt, ist aufgrund der zahlreichen Windräder unübersehbar. Nach der Windenergie sollen nun an gleich drei Standorten Solarparks mit Fotovoltaikanlagen entstehen.

Dies hat der Bauausschuss kürzlich beschlossen. In der kommenden Woche wird sich der Stadtrat mit der Thematik beschäftigen. Kritische Stimmen gibt es bislang keine. Der Investor aus Süddeutschland setzt bei der Solarenergie auch auf ein nachhaltiges Konzept.

„Wir begrüßen das Projekt“, sagt Ballerstedts Ortsbürgermeister Joachim Pierau gegenüber der AZ. Auf einem Grundstück der Ballerstedter Agrargenossenschaft sollen ebenso Fotovoltaikanlagen gebaut werden, wie auf denen der Agrargenossenschaften in Zedau und in Rossau. Die Anlagen werden großflächig aufgebaut. So haben die Solarzellen in Ballerstedt ein geplantes Ausmaß von 0,77 Hektar auf einer Fläche, die insgesamt einen Hektar groß ist. Teilweise müssen Grünflächen für die Bebauung weichen.

Bei dem Investor handelt es sich um das aus München stammende „Private Institut für Energieversorgung GmbH“, kurz PIN. Das Unternehmen agiert im gesamten Bundesgebiet und errichtet Solaranlagen häufig auf baufälligen Gebäuden von Agrargenossenschaften. Demnach seien diese häufig mit den Kosten überfordert, wenn beispielsweise mit Asbest verseuchte Dächer ersetzt werden müssen.

PIN zahlt den Ersatz von Dächern oder auch die komplette Beseitigung von baufälligen Gebäuden und erhält anschließend die Nutzungsgenehmigung, auf den Grundstücken Fotovoltaikanlagen zu errichten. Diese würden anschließend weiterverkauft. Unter dem Strich stünde ein „Gewinn für alle Beteiligten“, wie eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber der AZ mitteilte. Subventionen erhält das Unternehmen keine. Die Investition trägt sich somit alleine.

Der Osterburger Bauausschuss stimmte einstimmig für die Bebauung, auch die Ortschaftsräte aus Zedau und Rossau signalisierten bereits Zustimmung. Horst Guse (Linke) und Mitglied im Bauausschuss, sagte, er wünsche sich, dass die große Menge an erzeugtem Strom in der Altmark sich für die hiesige Bevölkerung auch im Strompreis niederschlagen solle. Ein Wunsch, der wohl ungehört bleiben wird.

VON TOBIAS HENKE

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