Bürgermeister hofft für Wahlkampfversprechen auf auswärtigen Investor

Hallenspielplatz bleibt in Osterburg der Wunsch

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Ein Junge springt auf einem Trampolin in einem Indoorspielplatz im rheinland-pfälzischen Mainz. Inwieweit ein Hallenspielplatz in der Hansestadt Osterburg ähnliche Ausmaße haben müsste, gehört zu den offenen Fragen.

Osterburg – Ein Indoorspielplatz in Osterburg wird nicht von heute auf morgen gebaut. Eine Tobefläche unter Dach bleibt erst einmal Zukunftsmusik.

„Bis sich ein externer Bauherr und Betreiber dafür begeistern lässt, den wir vonseiten der Stadt dann natürlich unterstützen, wo und wie wir können“, kickt Nico Schulz den Ball ein Stück weit aus seinem Feld.

Das Vorhaben hatte es im vergangenen Jahr noch in das Programm des CDU-Mannes für die Bürgermeisterwahl geschafft. Unter anderem beklagte sich eine Familie in der AZ darüber, dass es in der Biesestadt zu wenige Angebote für junge Familien gebe.

Schulz erinnert auf Nachfrage dieser Zeitung an einen Aktionstag der Lebenshilfe 2017 im Herzen der Stadt für alle Interessierten zum Thema Teilhabe. In einer Box mit Wunschzetteln befand sich auch die Idee eines Hallenspielplatzes.

Schon damals habe er auf die Hürden eines solchen Projektes hingewiesen. Lohnen würde sich diese Freizeitmöglichkeit für die Kommune allemal. „Denn so ein Angebot wäre nicht nur für unsere Bürger von großem Interesse, es würde auch Tagesausflügler nach Osterburg ziehen.“ Momentan scheint noch nicht einmal richtig ausgelotet, wo der Indoorspielplatz im Stadtgebiet errichtet werden könnte.

In der Wunschbox fand sich auch die Idee eines Kletterparks. Dieses Vorhaben werde in diesem Jahr über die Landessportschule umgesetzt. „Ein Projekt, das wir sehr willkommen heißen und unterstützen.“ Dafür stelle die Stadt nicht zuletzt ein Grundstück zur Verfügung, erläutert der Bürgermeister. Wobei sich Stefanie Lück nicht ganz so euphorisch zeigt. Die Leiterin der Sportschule, die sich für Besucher verkehrsgünstig an der B 189 befindet, auf Nachfrage: „Die Pläne für den Niedrigseilparcours sind noch nicht fortgeschritten.“ Bislang sei lediglich Geld über die Sportstättenförderung beantragt.

Das Stadtoberhaupt sieht die Osterburger Ortschaften für Kinder auch so auf einem guten Weg. Seit 2016 laufe die Initiative zur Sanierung von Spielplätzen. Die Anlagen in Flessau, Erxleben, Rossau und Königsmark sind bereits erneuert worden.

Im vergangenen Jahr rückten die Arbeiter in Schmersau, Düsedau, Meseberg und Osterburg an. Insgesamt wurden in diesen drei Jahren rund 116.000 Euro in Spielplätze der Einheitsgemeinde investiert. Für das Haushaltsjahr 2019 seien die Mittel sogar von 10.000 auf 40.000 Euro erhöht worden, lässt der Christdemokrat auf Nachfrage der AZ wissen.

Alle anderen Tobeflächen für junge Altmärker sollen möglichst bald erneuert werden. Auf dem Plan stehen für dieses Jahr Dobbrun, Walsleben und ein weiteres Mal die Kernstadt, wobei es dort diesmal um das Gelände Moritzburg nahe der Stendaler Straße geht.

„Dringenden Handlungsbedarf sehe ich in Krevese. Da es dort gar keinen Spielplatz gibt, sollte in Abstimmung mit dem Ortschaftsrat schnellstmöglich ein ansprechendes Areal zum Spielen geschaffen werden.“ Über die weitere Vorgehensweise habe sich der Rat der Osterburger Ortschaft bereits abgestimmt, will der Bürgermeister der Einheitsgemeinde wissen und gibt sich in dieser Sache zuversichtlich.

VON MARCO HERTZFELD

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