Stadt wartet auf Studie, Geld und EU

Hallenbad in Osterburg: Ausbau 2018 weggespült

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Das Becken bei einer früheren Großreinigung.

Osterburg. Ein Baubeginn in Osterburgs angeschlagenem Schwimmbad „Am Fuchsbau“ noch in diesem Jahr sei endgültig vom Tisch, sagt Bauamtsleiter Mattias Köberle.

Der Komplex soll kräftig umgekrempelt werden, die Machbarkeitsstudie eines niedersächsischen Fachbüros liege auch Anfang Mai noch nicht vor. Und: Wegen der Investitionshöhe müsse das Großprojekt sehr wahrscheinlich sogar EU-weit ausgeschrieben werden. So ein Verfahren könne durchaus mehrere Monate dauern. Die Stadt, Eigentümerin des 2006 eröffneten Komplexes, rechnet für Sanierung sowie Um- und Ausbau mit Kosten in Höhe von deutlich mehr als 1,8 Millionen Euro. Das Land hat, wie bereits berichtet, Fördermittel in erheblichem Umfang avisiert.

Die Kommune allein könnte dieses Vorhaben nicht stemmen. Darauf hat Bürgermeister Nico Schulz (CDU) kürzlich noch einmal bei einer Veranstaltung vor Senioren verwiesen. So solle nicht zuletzt Menschen mit Handicap die Nutzung der Halle erleichtert werden, indem der Zugang zum Becken barrierefrei gestaltet werde. Stärker in den Blickpunkt gerückt sehen will die Stadt auch Touristen und dabei vor allem jene, die mit dem Fahrrad unterwegs sind und einen Zwischenstopp einlegen wollen. Darüber hinaus soll das Bad stärker Familien anziehen, der Bereich für Kinder könnte attraktiver werden. Dies und anderes mehr soll die Studie ausloten. Was machbar ist und was nicht, muss sich zeigen. Die Halle auf dem Gelände der Landessportschule sei schon jetzt für Freizeitaktivitäten wichtig und nicht allein für den Leistungssport, hat der Bürgermeister betont.

„Über Jahre ist durch bestimmte Umstände Chlorwasser in den Stahlbeton eingedrungen, das hat geschadet.“ Die Baufirmen von damals ließen sich nicht in Regress nehmen. Laut Schulz hat die Stadt mögliche Ansprüche prüfen lassen. Immer wieder mussten Fliesen bei den obligatorischen Durchsichten ausgetauscht werden. Ausbessern reicht nun nicht mehr, das Problem ist größer als angenommen. Eine XXL-Reparatur sei fällig. Bis dahin ist die Halle geöffnet.

Von Marco Hertzfeld

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