In der Halle gezeltet

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Die Mädchen erlebten eine tolle abwechslungsreiche Woche in Hohenberg-Krusemark. Einige von ihnen nehmen schon seit fünf Jahren regelmäßig an der Ferienfreizeit teil.

HOHENBERG-KRUSEMARK. Gestern endete die Pferdeferienfreizeit für die Mädchen im Alter von zehn bis 19 Jahren in Hohenberg-Krusemark. Seit fünf Jahren organisiert Susanne Herrmann im Sommer und Winter jeweils eine Woche für Kinder und Jugendliche, die so intensiv mit den Tieren trainieren und erlebnisreiche Tage verbringen können. Von Ivonne Bolle

„Eigentlich endet für die Mädchen die Ferienfreizeit am Freitag. Aber sie wollen den Reitertag am Sonnabend noch miterleben“, sagte Susanne Herrmann. Die Organisatorin ist für die Jugendarbeit des PSV 1881 Hohenberg-Krusemark verantwortlich. Im Mittelpunkt der Ferienfreizeit standen die Pferde. Die Teilnehmer versorgten selbstständig die Tiere. 13 Pferde standen zur Verfügung. Sie trainierten Dressur, Gelände und Springen. Der Spaßfaktor kam natürlich auch nicht zu kurz und so veranstalteten alle gemeinsam Reiterspiele. Neben den Pferden standen jedoch auch noch Kino, Baden und Nachtwanderung auf dem Programm. Gestern fuhren sie nach Berge, um sich in der Drachentöpferei an Ton und Drehscheibe zu probieren. Während der Ferienfreizeit haben sie alle in Zelten geschlafen, allerdings nicht in freiem Gelände, sondern in der Reithalle. „Es dauert manchmal ganz schön lange bis die Mädels endlich abends zur Ruhe kommen“, erzählte die Organisatorin mit einem Lächeln.

Unter den Teilnehmern waren auch drei Mädchen, die von Anfang an dabei sind und kaum eine Ferienfreizeit mit ihren Lieblingstieren verpassten: Jenny Falkenhain (12, Schwarzholz), Luise Neuber (12, Sandauerholz) und Antje Last (17, Schwarzholz). „Das Springen ist besonders toll“, sagte Luise. Antje findet die Ferienfreizeit so gut, weil sie in dieser einen Woche besonders intensiv mit den Pferden trainieren kann. Dem stimmte auch Jenny zu: „Das Arbeiten mit den Pferden macht mir auch sehr viel Spaß.“ Die Mädchen freuen sich schon jetzt aufs nächste Mal.

Und auch wegen einer Verletzung wurde das Camp nicht verlassen: Antje Last hatte sich beim Training den Daumen verknackst. „Das ist nicht weiter tragisch, ist nichts gebrochen. Nach Hause fahre ich deshalb nicht.“ Maxine Mohr (14, Baben) verbrachte ihre letzten Tage in Hohenberg-Krusemark mit Krücken. Sie fiel beim Springen vom Pferd: „Er wollte zunächst nicht übers Hindernis springen, dann sprang er doch und ich war darauf nicht vorbereitet und fiel runter.“ Auch sie hatte Glück im Unglück. Die Knochen sind noch ganz. Aber die Bänder sind überdehnt. „Reiten kann ich leider nicht mehr.“ Doch sie wird sich den heutigen Reitertag in Hohenberg-Krusemark als Zuschauerin nicht entgehen lassen. Die Veranstaltung beginnt um 8 Uhr.

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