Stadtfest-Ausrichter Welte sieht noch offene Fragen / Rostocker zu Gesprächen in Osterburg

„Haben ein echtes Platzproblem“

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Die Karussells und andere Vergnügungsangebote ziehen jedes Jahr zahlreiche Festbesucher in Osterburg an.

Osterburg. Dass der August-Hilliges-Platz in Osterburg ausgerechnet auch noch während des Stadt- und Spargelfestes saniert werden soll, bereitet Lothar Welte zunehmend Kopfzerbrechen.

Der Schausteller aus Rostock hat das über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Stelldichein in den vergangenen Jahren ausgerichtet, sein eigenes Geschäft mitgebracht und dazu ein beachtliches Paket aus den Jahrmarkts-attraktionen der Berufskollegen geschnürt. Welte will Ende dieser Woche, Anfang nächster „für die nötigen Feinabstimmungen“ in die Biesestadt kommen. Der Unternehmer zeigt sich im Gespräch mit der AZ zuversichtlich, dass der Vertrag mit der Stadt schon bald unterschrieben werden kann. Bislang ist dies noch nicht passiert, was aber kein Zeichen dafür sei, dass das Traditionsfest in irgendeiner Weise gefährdet sein könnte. Die 18. Auflage der Großveranstaltung ist für den 8. bis 10. Mai geplant.

„Wir haben in diesem Jahr ein echtes Platzproblem“, gibt Welte unumwunden zu. Sicherlich lasse sich in der Innenstadt noch irgendwo eine Ersatzfläche finden, „doch alles muss harmonisch sein“. Mit der Baustelle Hilliges-Platz gingen eh auch schon die „natürlichen Laufwege“ der Menschen verloren. Zwischen dem Parkplatz an der Lindenstraße, auf dem alljährlich der Großteil der Fahrgeschäfte steht, und der Breiten Straße, die in der Konzeption auch eine wichtige Rolle spielt, wird für die Festbesucher kein großartiges Durchkommen sein. Die Bauarbeiter sollen ab Ende März auf dem Hilliges-Platz das Sagen haben.

Die Organisatoren haben den Anspruch, das größte Frühlingsfest der Altmark auszurichten. Alljährlich stehen dafür etwa 15 000 Euro zur Verfügung, davon kommen 5000 Euro vom Ortschaftsrat. Besonders groß ist das Budget nicht, das weiß auch Welte. Das Bühnenprogramm frisst den Großteil des Geldes auf. „Wir müssen immer genau prüfen, was machbar ist und was nicht.“ Wie das Programm für 2015 genau aussehen soll, auch darüber will der Rostocker noch einmal in der Biesestadt reden. Eintrittsgelder sind beim Stadt- und Spargelfest nicht üblich.

„Ich bin mir sicher, dass wir die restlichen Hürden noch aus dem Weg holen“, sagt Welte. Zumal die Veranstaltung in der Biesestadt auch vielen Schaustellern sehr gut in den Jahresplan passe. Daher sollte auch unbedingt am zweiten Mai-Wochenende als Termin festgehalten werden. Welte gerät ins Schwärmen: „Die Osterburger lieben ihr Fest und wollen es auch unbedingt haben, das fängt beim Bürgermeister an und hört bei den Ratsmitgliedern noch lange nicht auf. In der Regel spielen alle Leute mit. Es hat bislang in Osterburg letzten Endes auch wirklich immer alles geklappt.“

Auch anderswo im Landkreis wird gefeiert. Stendal beispielsweise feiert dieses Jahr nicht nur sein traditionelles Rolandfest, sondern auch noch ein Stadtjubiläum (850 Jahre). Ob ein mögliches Engagement Weltes Anfang Juni in der Kreisstadt, in welcher Form auch immer, irgendwelche Auswirkungen auf das vorher stattfindende 18. Spargelfest in Osterburg haben könnte, wollte der Rostocker auf Nachfrage der AZ nicht kommentieren.

Von Marco Hertzfeld

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