Projektgruppe „Schule ohne Rassismus“ reagiert mit Aktion in großer Pause auf Ergebnis der AfD bei Bundestagswahl

Gymnasium setzt starkes Zeichen gegen Rechts

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Alexander Dankert, Oberstufenkoordinator des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums, sprach gestern Morgen in der großen Pause zu mehreren Hundert Schülern. Er betonte die Weltoffenheit der Osterburger Schule.

js Osterburg. Gelungene Aktion gegen Rechts am Markgraf-Albrecht-Gymnasium in Osterburg: Die Schule, seit drei Jahren Trägerin des Titels „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, setzte ein Zeichen gegen das Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl vor knapp einer Woche.

Die Rechtsaußen-Partei holte in der Stadt Osterburg 15 Prozent der Zweitstimmen, im Landkreis Stendal kam die Partei auf über 16 Prozent bei Erst- und Zweitstimmen. „Da haben wir uns entschlossen, ein Zeichen zu setzen und etwas zu machen“, sagt Michaela Steinke, Leiterin der Projektgruppe „Schule ohne Rassismus“. Die Schüler waren gestern aufgefordert, sich so bunt wie möglich zu kleiden. Das sollte die Vielfalt, das Bunte und auch die Offenheit des Gymnasiums symbolisieren.

Die meisten der 700 Schüler standen gestern im Halbkreis um Oberstufenkoordinator Alexander Dankert, der in der großen Pause auf dem Schulhof zum Mikrofon griff. „Ihr Schüler und wir Lehrer sind eine Schulgemeinschaft ohne Rassismus und mit couragiertem Handeln“, rief er den Schülern zu. Das zeige sich auch in der Aktion heute Morgen, so der Pädagoge. Das Wahlergebnis des vergangenen Wochenendes erfordere ein Zeichen gegen Ausgrenzung, gegen Rassismus und Extremismus. „Wir sind weltoffen und praktizieren an unserer Schule Akzeptanz und Toleranz“, so Dankert. „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ sei zwar eine Auszeichnung, aber vielmehr eine Verantwortung, mahnte der Oberstufenkoordinator. Pünktlich zum Pausenende war er fertig und wünschte schöne Herbstferien.

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