Grünflächen nicht anfassen

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Geht es nach dem Osterburger Bauausschuss, dann bleiben die Grünflächen vor dem Kavaliershaus in Krumke erhalten. Geprüft werden soll, ob auf dem unbefestigten Randstreifen entlang der Schlossstraße einige Parkflächen eingerichtet werden könnten.

Osterburg - Von Jörg Gerber. Parken an der Krumker Parkmauer – ja oder nein? Mit diesem Thema hatte sich der Osterburger Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung auseinander gesetzt. Bauamtsleiterin Antje Spillner erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass bereits im vergangenen Jahr, im Sommer, ein Antrag eingegangen sei, weitere Parkplätze entlang der Parkmauer zu schaffen. Derzeit würde dort fast wild geparkt, vorhandene Grünflächen würden zugestellt, und auch direkt vor dem Haupttor nutzen Parkbesucher die freie Fläche, um ihren Pkw abzustellen. Circa 18 000 Euro würde die Maßnahme kosten, 75 Prozent davon könnten gefördert werden.

In der vergangenen Woche gab es auch eine Beratung mit der Landesdenkmalbehörde im Krumker Park. Dabei auch Wilhelm Hönow aus Baben. Mit dem Buchsbaumexperten sollte besprochen werden, ob und wie das Buchsbaum-Kompetenzzentrum in Krumke beheimatet werden kann. Wie bereits berichtet haben die Buchsbaumfreunde in Iden einen Standort für die Genreserve Buchsbaum gefunden. Ursprünglich sollte dort auch das Kompetenzzentrum angesiedelt werden. Inzwischen ist das aber für Krumke vorgesehen, unter anderem auch weil sich dort die älteste Buchsbaumhecke befindet.

Das wiederum, so die Bauamtsleiterin, würde noch mehr Parkbesucher nach Krumke locken. Der Förderverein Schloss Krumke hätte den Vorschlag gemacht und vorsorglich sei der Eigenanteil der Stadt schon mal eingestellt worden.

Wilhelm Rehhagen (CDU) sagte dazu, dass die Leute am liebsten in den Park hinein fahren würden. An der Parkmauer würde es Parkplätze geben. Werden weitere geschaffen, dann würden Grünflächen geopfert und das sollte nicht passieren.

Peter Zimmermann (SPD) sprach von 18 Parkplätzen, die schon eine Erleichterung bringen würden. Die aber behutsam eingebracht werden müssten.

Mehrheitlich aber votierte der Bauausschuss dafür, dass die Grünflächen vor dem Kavaliershaus bleiben müssten. Angesprochen wurde dabei auch, dass vielleicht Teile der Schlossstraße genutzt werden könnten. So wäre es vielleicht auch möglich, die unbefestigten Randstreifen zu befestigen. Gesagt wurde auch, dass bei größeren Veranstaltungen die Parkplätze nicht ausreichen würden, wenn jetzt auch noch 18 weitere geschaffen werden. Auch sollten die Stellflächen an der Reithalle genutzt werden. Der Fußweg von dort aus sei durchaus zumutbar.

Abschließend gab es die Empfehlung aus dem Bauausschuss, die neu zu schaffenden Parkplätze auf ein Minimum zu beschränken, wobei die Grünflächen vor dem Kavaliershaus erhalten bleiben sollten.

Nach der Bauaussschusssitzung brachte Stadtrat Matthias Fritze (FDP) seine Verwunderung zum Ausdruck, dass dieses Thema so plötzlich im Haushalt enthalten sei. Vorab habe es dazu keine Beratungen gegeben. Weder im Stadtrat noch in den Ausschüssen.

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