LED-Leuchtmittel bringen der Stadt und den Bürgern zahlreiche Vorteile / Kritik aus Erxleben

Großprojekt abgeschlossen: 1300 Lampen umgerüstet

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Mithilfe von Geldern aus dem Förderprogramm „Stark V“ wurde die Straßenbeleuchtung in Osterburg auf LED-Leuchten umgestellt, was den Energiebedarf deutlich senkt.

Osterburg. „Insgesamt haben wir 1300 Lampen umgerüstet“, erläutert Osterburgs Bauamtsleiter Matthias Köberle die Dimension des Bauprojektes, das mit Hilfe des Förderprogramms „Stark V“ erst möglich wurde.

600.000 Euro hat die Gemeinde für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED erhalten. Laut Köberle bringt die Umrüstung zahlreiche Vorteile mit sich.

„In erster Linie ist da natürlich die Energieersparnis“, so der Bauamtsleiter. Konservativen Schätzungen zufolge verbrauche LEDs 70 Prozent weniger Strom als herkömmliche Lampen. Auch ein Sicherheitsgewinn ist mit der Umrüstung verbunden. „Die Straßenbeleuchtung wird künftig zwischen 22 und 5 Uhr nicht mehr ausgeschaltet, sondern sie wird nur um 50 Prozent gedimmt.“ Somit steige das Sicherheitsgefühl der Bürger.

Darüber hinaus erläutert Köberle, dass abgesehen vom Austausch von LED-Leuchten Reparaturen künftig wegfallen würden. „Das wird den Haushalt der Stadt nicht unerheblich entlasten.“

In der vergangenen Stadtratssitzung wurde durch Ratsmitglied Heiko Fischer anhand eins Beispiels aus Erxleben, Kritik an den LED-Lampen geübt. „Ich habe von mehreren Bürgern gehört, dass die Leuchten blenden würden.“ Konkret geht es um die Beleuchtung an der Neuen Schulstraße. Der Bauamtsleiter betonte auf der Ratssitzung, dass er die Kritik zum ersten Mal vernehme. „Aber natürlich werden wir uns darum kümmern.“ Die Arbeiten werden in Kürze durch das Bauamt abgenommen. Hier kämen dann auch eventuelle Mängel zur Sprache.

Der Neubau von Straßenlaternen war nicht Teil des Projektes. Dies hat einen simplen Grund: „Über das Förderprogramm gab es nur Gelder für die Umrüstung.“ Die Baumaßnahmen erfolgten, ohne dass die Bürger an den Kosten beteiligt werden mussten. Allerdings hatte die Hansestadt Osterburg bei der Landesregierung in Sachsen-Anhalt im Landtag Überzeugungsarbeit leisten müssen, denn zunächst hieß es, dass die Fördergelder nur beantragt werden können, wenn die Anlieger zahlen.

Von Tobias Henke

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