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Ein Wald zum Trost spenden

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Von: Thomas Westermann

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Vier Männer im Wald
Die offizielle Eröffnung des Ruheforstes bei Krumke erfolgte Ende April dieses Jahres. Mittlerweile wird die alternative Bestattungsform gut angenommen. © Thomas Westermann

Krumke. Der Ruheforst in der Nähe der Osterburger Ortschaft Krumke wurde Ende April aufgrund der Corona-Pandemie während einer kleinen Feierstunde nur betriebsintern eröffnet (AZ berichtete). Mittlerweile sei die Resonanz nach derartigen Bestattungen groß, bilanziert Annegret Spillner auf AZ-Nachfrage, die sich um die professionelle Führung kümmert und zudem das Krumker Kavaliershaus betreibt.

Allerdings konkrete Zahlen wollte die Altmärkerin nicht nennen. Interessenten, die sich den Ruheforst anschauen und dort eine Grabstätte käuflich erwerben, kommen aus der gesamten Altmark und darüber hinaus. Die Einteilung der Grabstätten in die unterschiedlichen Wertstufen orientiert sich unter anderem an der Baumart, dem Alter sowie der Lage des Ruhebiotops. „Ich hätte nicht gedacht, dass das Interesse an dieser Bestattungsform so groß ist“, meint Spillner.

Das Recht auf Nutzung eines Ruhebiotops könne für bis zu 99 Jahre erworben werden, heißt es im Konzept. Eine namentliche Kennzeichnung des Grabes, auch mit einem religiösen Symbol, sei möglich, steht weiter in dem Papier. Und: Ruhebiotope können schon zu Lebzeiten ausgewählt werden und so wichtige Bezugspunkte sein. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Asche der Verstorbenen in biologisch abbaubaren Urnen beigesetzt wird. Für all jene, die sich über den Ruheforst informieren möchten, gibt es kostenlose Führungen. Die nächste ist am ersten Freitag im März ab 15 Uhr geplant, die letzte am 7. Oktober.

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