Vier Varianten für Knotenpunkt-Ausbau Krumker Straße/Seehäuser Straße in Osterburg

Großer Kreisel wohl zu teuer

+
In Osterburg soll die Kreuzung Seehäuser Straße/Krumker Straße ausgebaut werden. Vier Varianten stellte Planer Guido Manecke in dieser Woche den Kommunalpolitikern vor. 

Osterburg. Des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freud. Eigentlich sollte in diesem Jahr die Sanierung der Bahnhofstraße in Osterburg starten.

Das Bauvorhaben sei jedoch nicht mehr im Rahmen der ursprünglichen Kostenkalkulation finanzierbar, sodass es zurückgestellt wurde. Darüber informierte Bürgermeister Nico Schulz (CDU) am Montagabend bei der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Wirtschaftsförderungsausschuss sowie Ortschaftsrat. Somit stehen die für die Bahnhofstraße eingeplanten rund 500 000 Euro für ein anderes Bauvorhaben zur Verfügung, das Osterburgs Bauamtsleiter Matthias Köberle und der Planer Guido Manecke den Stadt- und Ortschaftsräten am Montag vorstellten: Um- und Ausbau des Verkehrsknotens Krumker Straße/Seehäuser Straße.

Wesentlicher Entscheidungspunkt dabei sei die künftige Gestaltung, ob als Kreisverkehr oder Kreuzung/Einmündung. So präsentierte Guido Manecke vier Varianten – einen kleinen und einen großen Kreisel sowie zwei Kreuzungs-Ausführungen. Der kleine (überfahrbare) Kreisel, vom Planer nicht nur fahrdynamisch als die ungünstigste Lösung dargestellt, spielte in der späteren Diskussion keine Rolle mehr und scheint bereits aussortiert. Da sich die beiden Kreuzungs-/Einmündungsvarianten ähneln, geht es vor allem um das grundsätzliche Votum für Kreisel oder Kreuzung. Denn die vom Planer präsentierten und von den Räten auch sehr positiv bewerteten Erweiterungen – Parkstreifen und barrierefreier Übergang – seien bei allen vier Varianten möglich.

Finanzierungsproblem aus Sicht der Verwaltung: Kreisverkehr-Bauwerke sind laut Bauamtsleiter nicht „abrechnungsfähig“ – die Kosten können also nicht auf die Anwohner umgelegt werden. Und: Während die Kreuzungs-Vari-anten rund eine halbe Million Euro kosten sollen, würde der große Kreisel mit rund 600 000 Euro aus dem Kostenrahmen laufen.

Der Bauausschuss und der Ortschaftsrat wollen in ihrer jeweils nächsten Beratung über das Thema diskutieren und dann ihre Empfehlung für den Stadtrat abgeben.

Von Frank Schumann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare