Osterburger Schüler verlegten ihren Unterricht in das Kreismuseum

Geschichte zum Anfassen

Die Schüler erlebten n einer Geschichtsstunde im Osterburger Kreismuseum Ur- und Frühgeschichte hautnah. Etliche Gegenstände konnten betrachtet werden. Fotos (3): Schmarsow

Osterburg. Einen anschaulichen Einblick in die Ur- und Frühgeschichte erhielten kürzlich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c des Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasiums. Ihre Geschichtsstunde wurde von Lehrerin Elke Preis in das Kreismuseum verlegt.

Wie Museumsleiter Frank Hoche erklärte, seien Geschichtsstunden der 5. Klassen keine Seltenheit. Auch die Klassenstufe 6 der Anne-Frank-Schule nutze diese Möglichkeit.

Zum Thema Drei-Perioden-System Steinzeit – Bronzezeit – Eisenzeit hatte Hoche Schaubilder über das Leben der Menschen in jener Epoche – sie stammen aus der einstigen Wendemarker Schule – aufgereiht und Objekte wie Steinwerkzeuge und Bronzewaffen ausgelegt. Diese durften die Kinder auch anfassen. Besonderes Interesse bei den Kindern erregten Funde, die ihren Heimatorten zugeordnet worden sind, wie das Objekt Nummer eins im Museum, eine in Meseberg gefundene Urne aus der Bronzezeit mit Leichenbrand. Außerdem werden Malereien der sogenannten Schönfelder Kultur aus der Jungsteinzeit, Schwerter aus Lückstedt und Boock, Tassen und Urnen aus Kossebau sowie den Rest einer Eisenschmelze aus Dobbrun aufbewahrt.

Die Schüler verfolgten aufmerksam die Entwicklungsetappen des Menschen vom Höhlenbewohner, Jäger und Sammler, einfachen Handwerker bis zum Händler. Denn bereits in der Bronzezeit seien Handelswege quer durch Europa angelegt worden. Hoche wies außerdem darauf hin, dass unsere Vorfahren bereits recht früh begonnen hätten, auch ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Zum Beispiel durch Höhlenmalereien, Schmuck und die Verehrung von Göttern im Zusammenhang mit Dingen, die sie sich nicht erklären konnten.

Ein bisschen gruselig war es einigen im Magazin, als ein Kasten geöffnet wurde und ein Totenschädel sowie Skelettknochen, gefunden bei Krevese, zum Vorschein kamen. „Untersuchungen hatten ergeben, dass der Mensch eines natürlichen Todes gestorben war“, beruhigte der Museumsleiter. Elke Preis stellte ihnen einen Besuch der Zethlinger Langobardenwerkstatt in Aussicht.

Von Frank Schmarsow

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare