Stephan Metzker (30) sorgt bei Rallye-WM in Trier für Sicherheit / Osterburger sucht noch Gleichgesinnte

„Freue mich auf die Stars der Szene“

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Schotter ist ein typisches Geläuf im Rallyesport, das zudem immer wieder für spektakuläre Szenen sorgt. Auch TV-Persönlichkeiten verschlägt es hin und wieder ins Cockpit. Das Bild oben rechts zeigt Autoexpertin Lina van de Mars mit dem Osterburger Stephan Metzker. Die internationale Medienpräsenz bei einem WM-Lauf ist groß, wie das Bild unten links zeigt. Die teameigenen Mechaniker müssen innerhalb kürzester Zeit wahre Wunder vollbringen, um ein Auto wieder flott zu machen. Dass auch Unfälle zu diesem Sport gehören, belegt eine weitere Aufnahme. Dank strenger Sicherheitsvorkehrungen gehen Unfälle bei einer Rallye in der Regel recht glimpflich aus.

Osterburg. „Tempo 200, dröhnende Motoren, Dreck, der einem um die Ohren fliegt. “ Wenn Stephan Metzker über den Rallyesport redet, vergisst er alles andere um sich herum. Der 30-Jährige richtet mitunter sogar seine Urlaubsplanung nach dem Rennkalender aus.

In diesem Jahr möchte der Osterburger bei mindestens acht, neun Autowettbewerben als Zuschauer dabei sein. Der absolute Höhepunkt für ihn ist der WM-Lauf in Trier. Dort wird er einer der Streckenposten im Servicepark sein, eine verantwortungsvolle Aufgabe. „Das ist dann noch einmal etwas ganz Besonderes, der helle Wahnsinn. Ich freue mich schon jetzt auf die Stars der Szene, die viele Technik und den ganzen Rummel drum herum“, sagt der junge Ostaltmärker.

Angefangen habe alles mehr oder weniger mit einer Spielkonsole. Der Teenager Stephan hatte nur noch Augen für heiße Flitzer. Er verschlang einschlägige Magazine und verpasste kaum eine Autosendung im Fernsehen. 2002 ging es an der Seite seines fünf Jahre älteren Bruders Christian das erste Mal nach Trier, er selbst hatte noch keinen Führerschein. „Ich stehe als Streckenposten meistens in den Gassen zu den einzelnen Fahrerboxen und halte den Weg frei, damit nicht noch ein wild gewordener Fan oder ein Kind vors Auto rennt.“ Einmal sicherte Metzker eine Pressekonferenz ab. Der Finne Kimi Räikkönen setzte damals im Formel-1-Zirkus aus und machte auch bei der Rallye-WM eine gute Figur. „Solche Dinge vergisst man nicht. Ein bisschen Geld gibt es auch, damit ist das Benzin bezahlt.“

Metzker muss für seine Leidenschaft oftmals lang reisen, Geld und Zeit investieren. Wobei viele WM-Läufe sowieso unerreichbar weit stattfinden, beispielsweise in Südamerika. Eine Rallye, die diese Bezeichnung verdient, gebe es in der Altmark seines Wissen nicht. „Es wäre natürlich schön, wenn sich so ein Wettbewerb, zumindest in kleinerer Form, hier in Osterburg oder ganz in der Nähe auf die Beine stellen ließe.“ [...]

Von Marco Hertzfeld

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