Elterninitiative schafft allwettertaugliches Domizil für Nachwuchs in Hassel

„Feldmäuse“ erforschen die Natur auf der Gänseweide

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Wald- und Wiesentage verbringen Feldmäuse-Schützlinge wie Tyrone Machner ab sofort auf der Gänseweide. Auf der mehr als fußballplatzgroßen Tobezone steht der neue Bauwagen, den der Sechsjährige aus Sanne mit seinem Fernglas sehen kann.

Hassel. Junge „Gänse“ auf der Gänseweide: Hassels Jüngste beleben ab sofort immer freitags den einstigen Jugendtreff am Rande ihres Dorfes. „Unser Konzept ist die Natur“, sagt Kerstin Obitz.

Mit ihrem Team und bis zu 40 Mädchen und Jungen vom Baby bis Bald-Erstklässler im Schlepptau zuckelt die Belegschaft der „Hasseler Feldmäuse“ dann immer einige hundert Meter vom Domizil an der Dorfstraße hin zur Großwiese am Feldweg nach Sanne.

Ganz am Ende der mehr als fußballplatzgroßen Tobezone leuchtet buntbemalt die neueste Attraktion der Kindertagesstätte. Nach einigen Monaten Vorbereitungszeit haben rührige Eltern dafür gesorgt, dass ein ausgedienter Bauwagen von nun an zum Feldmäuse-Fundus zählt. Den Kasten auf einer Achse mit zwei Rädern bepinselten Obitzs Schützlinge mit frischer Farbe und vollem Elan auf Tischen stehend pünktlich zum Sommerfest auf dem Fabrikhof fertig. „Nun haben wir zu jeder Jahreszeit alle Materialien bereit. Und bei Regen können wir in den Bauwagen schnell hineinhuschen“, erklärt die Leiterin. Die Gänseweide sei durch ihre Nähe zu Äckern und zum Hof von Landwirt Alf Diedrich ideal für das Naturforscher-Projekt „Im Wald und auf der Wiese unterwegs“. Als Einsatzgeräschaften stehen den Kindern Insektenkoffer, Lupen, Lupengläser, Schmetterlingskescher und Ferngläser bereit. Das Forscher-Equipment soll mit dem Erlös aus dem Sommerfest bald noch aufgestockt werden.

Hassels Feldmäuse stehen auf Natur. Und zwar so sehr, dass ihre Leiterin für sie einen Termin bei Revierförster Ingo Matthias vereinbart hat. Am Mittwoch, 22. Juli, will sich das Team mit den älteren Kindern auf Tour durch den Stendaler Stadtforst begeben. Der Ausflug endet dann auf dem Abenteuerspielplatz Chausseehaus Hassel. Bis dahin hoffen die Kinder auf Post. Denn sie hatten beim Fest vor einer Woche 40 Helium-Luftballons mit ihren Namen und dem Stempel ihrer Kita in den Himmel geschickt, aber bislang, so Obitz, noch keine einzige Antwort erhalten. Das Gas hatte Hassels Bürgermeister Uwe Rihsmann spendiert.

Von Antje Mahrhold

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