Netzunabhängiger Hotspot fürs Internet

Am Osterburger August-Hilliges-Platz: Ein fast freies WLAN für alle

Osterburg. Potsdam hat es. München hat es auch schon. In diesen Städten haben Bewohner und die Besucher mittlerweile einen guten Draht zum Internet – ganz ohne Kabel (WLAN) und öffentlich zugänglich.

Mal kann es mit Registrierung und individuellem Zugangscode, mal mit zeitlicher Beschränkung genutzt werden. Beliebt sind bei den Anbietern vorzugsweise die Innenstädte.

Osterburg Ortsbürgermeister, Klaus-Peter Gose, und der Bürgermeister der Einheitsgemeinde, Nico Schulz, testen das WLAN.

Was in vielen anderen Städten funktioniert, hat Osterburg jetzt auch – das WLAN-Netz für Anwohner und Touristen des biesestädtischen Zentrums. Aufgebaut wurde die Säule für den Hotspot während des Umbaus des August-Hilliges-Platzes im Sommer. Ein Hotspot ist der Punkt, an dem der Zugang zum Internet über das Handy oder andere Empfangsgeräte öffentlich möglich ist. Offen ist es für alle, jedoch nicht kostenlos. In ihren Verträgen mit Telekommunikationsanbietern müssen Nutzer eine Hotspotoption haben, heißt es von der Telekom, welche die Säule betreibt. Dies sei dann allerdings netzunabhängig und das Datenvolumen bleibt unangetastet. Etwa 300 Meter soll der Empfangsradius rund um den August-Hilliges-Platz sein. Nico Schulz, Bürgermeister der Einheitsgemeinde, hat es bereits ausgetestet. „Von der Einmündung der Kirchstraße bis fast an den Kreisverkehr geht der Empfang“, sagt der Bürgermeister. Wichtig sei für ihn, dass viele alltägliche Dinge, wie der Besuch von Webseiten, das Betreiben von Chatprogrammen oder die Aktualisierung seines Status’ in den Soziale Netzwerken möglich sind. Monatlich kostet das Osterburg 170 Euro.

Damit reiht sich die Biesestadt in eine Reihe größerer Städte, die die Wichtigkeit des Zugangs zum Internet als touristisches Muss, aber auch als zusätzlichen Anreiz für die Bevölkerung erkannt haben. Pilotprojekte gibt es deshalb auch in den Metropolen Hamburg und Berlin. Aber auch in Stendal am Winckelmann-Platz gibt es bereits einen Hotspot.

Drahtlose öffentliche Netze haben in Deutschland keine lange Geschichte. Betreiber eines WLAN sind für das verantwortlich, was Nutzer über den Zugang im Internet machen – sei es zum Beispiel illegal Filme hochzuladen oder urheberrechtlich geschützte Musik zu tauschen. Die Justiz subsumiert das unter dem Begriff der Störerhaftung. Denn wer sein WLAN nicht ordnungsgemäß mit einem Passwort schützt, dem kann in solchen Fällen eine Abmahnung der Vertreter der Rechteinhaber ins Haus flattern. Mit den aktuellen Zugangsvoraussetzungen kann das in Osterburg nicht geschehen.

Von Ronny Kauerhof

Rubriklistenbild: © dpa

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