Gymnasium öffnet Tür für Gäste / Hein: Shirt Ausdruck von Gemeinschaft / Mensa im Blick

Farbige Leibchen machen Schule

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Mit „She’s the One“ und anderen Liedern begrüßt der Chor des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums die Gäste. Es gibt Informationsmaterial. Schüler verkaufen hausgemachte Marmelade und anderes mehr. Der Erlös kommt in die Klassenkasse. Der „Freundeskreis“ des Gymnasiums stellt sich vor. Lehrer berichten über ihre Fächer, bieten ein Quiz an und organisieren kleinere Sportwettkämpfe.

Osterburg. „Haben Sie denn schon das T-Shirt gesehen?“, fragt Elke Hein und zupft das ihrige noch einmal schnell zurecht.

Kurz bevor der erste große Schwung an Gästen zum Tag der offenen Tür im Markgraf-Albrecht-Gymnasium (MAG) in Osterburg kommt, betont die Leiterin im Gespräch mit der AZ, wie wichtig so ein Stück Stoff für ein gesundes Gemeinschaftsgefühl sein könne. Die Schönbergerin bevorzugt Gelb, es gibt das Nicki auch in anderen Farben und Schnitten. Mit Unterstützung des Fördervereins soll es in nächster Zeit verstärkt an den Mann gebracht werden. Vor allem Schüler mögen so ein Leibchen samt Logo der Bildungseinrichtung, einer der größten im Landkreis Stendal, zu besonderen Anlässen tragen. Dass damit der Anfang für einheitliche Schulkleidung gemacht ist, verneint die Schulchefin dann aber doch.

Der altehrwürdige Komplex steht vor einem Umbruch. Schüler, Lehrer und Eltern hoffen auf eine Mensa und die weitere Sanierung der backsteinernen Gebäude. Schulleiterin Hein ist vorsichtig geworden, was Zeitplan und Finanzierung angeht. Die Signale vom Landkreis, dem Träger des Gymnasiums, seien positiv. Gerade was die lang ersehnte Kantine, in der auch größere Veranstaltungen stattfinden sollen, angeht, werden die Bagger aber wahrscheinlich nicht vor 2017 auf dem Hof stehen. „Wir sind dennoch glücklich und zufrieden, schließlich ist eine solche Investition heutzutage nicht unbedingt selbstverständlich“, gibt sich Hein gegenüber der AZ verständnisvoll. Fragen zur weiteren baulichen Zukunft der Häuser hatten auch die Besucher des Schnuppertages.

Gymnasiasten und Lehrer führten Grundschüler, die bald in die höhere Bildungsstätte wechseln, deren Eltern und weitere Neugierige durch die Fachräume. Die einzelnen Bereiche stellten sich vor. Bei den Naturwissenschaftlern wurden Experimente gezeigt. Natürlich durften die Besucher auch Fragen stellen. Gegen 10.30 Uhr löste die Brandmeldeanlage wegen eines Chemieexperiments aus. Auch die Sirene in der Stadt ertönte. Die Feuerwehr konnte beruhigen, nichts Schlimmes war passiert. Nun wusste auch viele Passanten, dass im MAG etwas los war. Die Aufnahmeveranstaltung für die künftigen Fünftklässler ist übrigens für den 7. Juni vorgesehen. Hein und Kollegen planen zwei Durchgänge, damit niemand in Hektik verfallen muss. Die genauen Uhrzeiten werden noch bekannt gegeben.

Von Marco Hertzfeld

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