Gerüchte um Swinger-Club

Farb-Attentat auf Bistro „Chill Out“

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Das Gerücht, an der Düsedauer Straße habe ein Swinger-Club eröffnet, hält sich scheinbar hartnäckig, selbst nach der Eröffnung des Bistros vor circa sechs Wochen. Der oder die Täter haben ihre Meinung an der Mauer hinterlassen. Fotos (3): privat

OSTERBURG - Nachvollziehen können Ivonne und Michael Schrank nicht, was nun mittlerweile zum vierten Mal passiert ist. Einmal mehr sind sie Opfer eines Farbanschlags geworden. Die Fassade des „Chill Out“ an der Düsedauer Straße in Osterburg wurde mit Farbbomben beworfen.

Der oder die Täter füllten Farbe in Luftballons, „und warfen sie vermutlich von der Mauer aus an die Wand“, schätzt Michael Schrank. Die zerplatzten Ballons haben großflächig die Fassade und auch die Holz-Terrasse des Bistros verschmutzt. Doch damit nicht genug. An der Mauer, die das Grundstück zur Düsedauer Straße abgrenzt, prangte in großen Lettern „Swinger-Club“. Das Ehepaar Schrank beteuert, dass es mit solch einem Etablissement in den Räumen nichts am Hut hat. Doch das Gerücht hält sich hartnäckig.

Die Familie mit drei Kindern verschlug es 2006 in die Biesestadt. Sie kauften die ehemalige Kartoffelflockenfabrik und träumten davon, ein eigenes Bistro zu eröffnen, erkannten das geringe bereits vorhandene Angebot in Osterburg. Doch es dauerte nicht lange und die ersten Farbbomben prasselten auf das Gebäude nieder. „Wir bringen die ersten beiden Anschläge nicht mit den beiden letzten in Verbindung“, erklärt der Familienvater. „Die ersten beiden sind mit ergangenem Gerichtsurteil zu unseren Gunsten ausgegangen“, erklärt er.

Einen konkreten Verdacht hat er bereits. Will diesen aber nicht in aller Öffentlichkeit äußern. Bereits im Januar des vergangenen Jahres, so vermuten die Eheleute, hat der gleiche Täter zugeschlagen. Damals wurden statt der Luftballons Glühbirnen mit Farbe gefüllt und an die Fassade geschmissen. Auch die Mauer war bereits 2013 ein beliebtes Objekt für eine Botschaft. „Stasischwein“ war dort zu lesen. „Das muss der gleiche Täter gewesen sein. Das W und das I sind markant“, ist sich Michael Schrank sicher.

Neben den materiellen Schäden machen sich die Schranks vor allem auch Sorgen um ihren Ruf und das Geschäft. Die Person, die der Familienvater verdächtigt, soll auch in einem sozialen Netzwerk für Unruhe sorgen. Ein Zeitungsartikel mit zahlreichen für Schranks negativen Kommentaren ist dort zu finden. Eine Löschung dieses Eintrages will der Wahl-Osterburger nun „zur Not per Rechtsanwalt durchsetzen“, versucht er sich zu wehren.

Von Berit Wagner

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