„Wird sehr gut angenommen“

Fahrbibliothek des Kreises Stendal erfreut sich großen Zuspruches

Auch die neunjährige Annika Benecke (l.) wollte sich am Dienstag etwas bei Mitarbeiterin Marion Bäumler ausleihen. Fotos: Troelenberg
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Auch die neunjährige Annika Benecke (l.) wollte sich am Dienstag etwas bei Mitarbeiterin Marion Bäumler ausleihen.
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Osterburg. Die Fahrbibliothek des Landkreises Stendal hat für die dünnbesiedelten Regionen in der Altmark einen hohen Stellenwert. Im Turnus von drei Wochen ist der Bus auch in der Einheitsgemeinde Osterburg unterwegs und versorgt Jung und Alt mit neuen Medien.

Die Fahrbibliothek des Landkreises Stendal hält regelmäßig vor der Grundschule Flessau.

In dieser Woche war er nun letztmalig in diesem Jahr auf Achse. 13 Touren fährt der Bus im gesamten Landkreis. Auf den Touren „Rochau“ (dienstags, alle drei Wochen), „Klietz“ (ehemals „Wust“, mittwochs, alle drei Wochen), „Iden“ (donnerstags, alle drei Wochen) und „Lückstedt“ (freitags, alle drei Wochen) macht er dabei auch zwölfmal Halt in den Orten und Ortsteilen der Einheitsgemeinde. Die Anzahl der aktiven Leser, die innerhalb eines Jahres mindestens einmal etwas ausgeliehen haben, liegt bei 1100, wovon 70 auf Orte in der Einheitsgemeinde Osterburg entfallen. Dazu kommt allerdings noch eine Vielzahl nicht registrierter Kinder aus zehn Kindergärten, die mit ihren Erzieherinnen den Bus regelmäßig besuchen oder Bücherkisten erhalten.

Neu ist seit diesem Jahr, dass Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre umsonst ausleihen können. Erwachsene zahlen eine Jahresgebühr von zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro.

Beim Besuch der Fahrbibliothek der Grundschule Flessau am Dienstagvormittag erzählte Mitarbeiterin Marion Bäumler, dass die Ausleihen in den vergangenen Jahren mehr geworden seien, und das Angebot „sehr gut angenommen wird“. Von den circa 6000 Medien, die der Bus ständig mit sich führt, würden immer noch Bücher mit Abstand am häufigsten ausgeliehen. Bei Kindern seien zurzeit die sogenannte „Baumhaus-Reihe“ von Mary Pope Osborne und „Die Olchies“ von Erhard Dietl sehr beliebt. Bei Mädchen stünden ebenfalls Pferde-, Hunde- und Katzenbücher hoch im Kurs.

Dass der Bus, der im Jahr 2000  seinen Betrieb aufgenommen und seitdem mehr als 340 000 Kilometer zurückgelegt hat, in den vergangenen drei Wochen nicht fahren konnte, ist laut Mitarbeiter Peter Bremer ärgerlich. Er erklärte, dass der Bus zwei eigenständige Stromsysteme für den Fahrbereich und die Bibliothek habe. Unter dem Bus würden sich Akkus befinden, die eine separate Stromversorgung des hinteren Bereiches sicherstellen sollen. Diese Akkus seien in die Jahre gekommen und hätten ausgetauscht werden müssen, weil sie nicht mehr lang genug Strom liefern konnten.

Neue Akkus zu beschaffen, sei nicht so einfach gewesen, was vor allem an der Größe und den Anschlüssen gelegen habe. Nach längerer Suche sei man dann aber in Amsterdam fündig geworden.

Von Niels Troelenberg

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