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Etwas Wehmut im alten Gemäuer

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Michael Dihlmann (l.) und Jürgen Endreß stellten den neuen Oldtimerstammtisch-Kalender 2013 vor. Letztmalig trafen sich die Technikfreunde auf Schloss Calberwisch, das ein international tätiger deutscher Unternehmensberater erworben hat. Foto: Westermann
Michael Dihlmann (l.) und Jürgen Endreß stellten den neuen Oldtimerstammtisch-Kalender 2013 vor. Letztmalig trafen sich die Technikfreunde auf Schloss Calberwisch, das ein international tätiger deutscher Unternehmensberater erworben hat. Foto: Westermann

Calberwisch. Schloss Calberwisch wechselt den Besitzer. Nachdem der Verkauf an einem Interessenten, der dort ein Call-Center entablieren wollte, gescheitert war, hat Schlossherr Michael Dihlamm einen neuen Käufer gefunden.

Dies verkündete er auf dem letzten Oldtimerstammtisch in den alten Gemäuern am Donnerstagabend den Technikfreunden. Bei dem neuen Eigentümer handelt es sich um einen international tätigen deutschen Unternehmens-, Wirtschafts- und Vermögensberater, der das Schloss als Wohnraum, als Büro und als Akademie für die Schulung seiner Mitarbeiter nutzen möchte.

Mit dem Eigentümerwechsel ist nicht nur die beliebte Calberwischer Schlossmaibowle passé, auch der Oldtimerstammtisch Calberwisch musste sich eine neue Räumlichkeit suchen und ist vorerst mit dem Gasthaus Gose in Ziegenhagen fündig geworden, wo sich die Technikfreunde ab Januar immer jeden ersten Donnerstag im Monat versammeln werden.

Doch etwas Wehmut gab es schon, als sich die Angehörigen der rund 60-köpfigen Interessengemeinschaft letztmalig im Schloss versammelten. „Wir durften fünf Jahre in diesem Ambiente sein“, sagte Horst Guse und fügte hinzu: „Ein Dank gilt Michael Dihlmann für die Bereitstellung der Räumlichkeit, für die Beköstigung und für die warme Stube.“ Dihlmann nutzte die Gelegenheit und stellte den neuen Oldtimerstammtisch-Kalender für 2013 vor.

Und dann wurde letztmalig im Schloss gefachsimpelt. Jürgen Endreß beispielsweise machte auf die Fortschritte der Nordwall-Classic-Garage in Stendal aufmerksam, die im August oder September des nächsten Jahres eröffnet werden soll. Auf 650 Quadratmetern Ausstellungfsfläche werde dann Zwei- und Vierrad-Technik präsentiert, die das Herz eines jeden Oldtimerfreundes höher schlagen lässe. Als Rarität ist unter anderem ein Auto vom Typ Adler-Standard, Baujahr 1929, zu sehen, kündigte der studierter Kraftfahrzeugtechniker Endreß aus Osterburg an. Auch eine Schrauberwerkstatt sei vorhanden. Freuen würde sich der Verein Nordwall-Classic-Garage über weitere, vor allem junge Mitstreiter, die den Ausbau des Museums in der Rolandstadt unterstützen.

Von Thomas Westermann

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