Erste Häuser Anfang Mai fertig

Bewerber für Drescherhof-Wohnungen kommen aus Osterburgs Umgebung und Westdeutschland

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Die neuen Häuser zeichnen sich durch eine Flachbauweise aus. Das wohnliche Leben spielt sich im Erdgeschoss ab. Der Spitzboden dient als Staufläche. Anfang Mai sollen die ersten Häuser fertig sein, kündigen die Investoren an.

Osterburg. In der Biesestadt gestalten zwei ortsansässige Bauunternehmer ein ganzes Quartier um. Das Investitionsvolumen beträgt rund 3,5 Millionen Euro. Die 15 000 Quadratmeter des sogenannten Drescherhofes blieben über Jahrzehnte verwahrlost.

Nun entsteht seniorengerechtes und energie-effizientes Wohnen, betonen die Investoren Glen Maurer und Matthias Lenz im Gespräch mit der AZ.

Die Zufahrt von der Krumker Straße aus soll möglichst den Namen Drescherhof tragen. Darüber muss noch der Stadtrat befinden.

Bis zu 80 Osterburger sollen auf dem Drescherhof wohnen. Anfragen gibt es vor allem laut Investoren aus den Ortschaften rund um Osterburg und auch aus dem Westen Deutschlands. „Auf dem Drescherhof war alles abrissfähig und abrissbereit. Es war eine alte Lagerhalle und ein relativ großer Garagenkomplex, der teilweise gar nicht mehr genutzt wurde. Und den mussten wir dann natürlich zurückbauen lassen. Dass wir da erst einmal Fläche hatten zum Neubauen“, sagt Maurer.

Noch bestimmt Schlamm das nähere Umfeld der Baustelle, die bald zum Wohnquartier umgebaut sein soll.

Bis die ersten Bagger auf das Gelände zum Abriss fahren konnten, musste sehr viel grundlegende Arbeit erledigt werden, erinnert sich Maurer. Die Ursache lag darin: Die Stadt Osterburg hatte bisher keinen Flächennutzungsplan. Somit mussten die Privatinvestoren erst durch alle Ämter der Stadt und die Nutzungsrechte klären. Als Osterburger in Osterburg seniorengerecht zu bauen – die Idee hatte Maurer vor sieben Jahren. Die Nachfrage sei schon damals groß gewesen. „Jetzt haben wir hier schon vier Einheiten fertig, das sind vier Doppelhäuser, also acht Doppelhaushälften. Bei den anderen drei Doppelhäusern fangen wir mit den Bodenplatten an, sodass die ersten Häuser Anfang Mai übergeben werden können.“ Maurer ist stolz über den Fortschritt auf der Baustelle und schaut sich regelmäßig mit Lenz in den entstehenden Häusern um, wo noch die Kreissägen kreischen. „Das ist das Wohnzimmer hier. Auch mit einer sehr großen Terrassentür. In dem Bereich hat sich der zukünftige Nutzer einen Kamin gewünscht. Den bauen wir ein. Alles kein Problem“, sagt Lenz.

Auf etwa 10.000 Quadratmetern entsteht Wohnraum. 2500 Quadratmeter des Areals werden als Anliegerstraße der Stadt übergeben. Die Investoren hoffen, dass der Name Drescherhof nicht nur im Volksmund erhalten bleibt. Er sollte dann am Straßenschild lesbar sein. Der Osterburger Stadtrat muss darüber aber erst noch entscheiden.

Von Alexander Klos

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