Nächtlicher Steinwurf

Erneuter Anschlag auf Osterburger Bistro "Chill Out"

Die Scheibe der Terrassentür wird nur noch von Folie gehalten.

OSTERBURG - Die Nacht endete für die Osterburger Familie Schrank mit einem lauten Knall. Kurz nach 4 Uhr am Mittwochmorgen gab es einen weiteren Anschlag auf das Bistro „Chill Out“ an der Düsedauer Straße. Einen Mann konnte Michael Schrank noch flüchten sehen.

Erst vor wenigen Tagen war das Gebäude mit Farbbomben beworfen und die Mauer an der Straße mit dem Schriftzug „Swinger-Club“ beschmiert worden (die AZ berichtete).

Doch dieses Mal kamen keine mit Farbe gefüllten Luftballons zum Einsatz, sondern schwere Steine, „vermutlich aus einem Gleisbett“, berichtet Bistro-Betreiberin Ivonne Schrank und zeigt der AZ das Wurfgeschoss in einer Plastiktüte. Auch einen Zigarettenstummel haben sie und ihr Mann gefunden. Den wollen sie auf DNA-Material untersuchen lassen. Die Polizei war am Mittwoch vor Ort, die Kripo ermittelt bereits.

Lesen Sie auch: Farb-Attentat auf Bistro "Chill Out"

„Die Nerven liegen blank“, sagt Ivonne Schrank, während ihr Sohn an der geborstenen Terrassentür vorbeischleicht, damit nicht noch mehr zu Bruch geht. „Die Kinder haben nur noch Angst.“

Das Bistro wurde in den vergangenen Jahren immer wieder zur Zielscheibe wegen des Gerüchts, dass dort ein Swinger-Club betrieben wird. Ivonne Schrank wirkt gestresst und fragt offen: „Was soll denn nun noch alles passieren?“

Von Berit Wagner

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare