Zweckverband startet in Kürze Breitbandausbau in der Einheitsgemeinde 

Schnelles Internet bis Ende des Jahres

Der Ausbau der Glasfaseranschlüsse über den Zweckverband soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden
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Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes durch den Zweckverband wird das schnelle Internet auch im ländlichen Raum etabliert.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
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Der Ausbau des Glasfasernetzes durch den Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) schreitet weiter voran. Kürzlich nahm ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge an einem Treffen in Erxleben teil, bei dem er über den aktuellen Sachstand im Plangebiet Osterburg / Arneburg-Goldbeck informierte. Im gesamten Gebiet werden insgesamt 796 Glasfaseranschlüsse verlegt.

Erxleben – Wir kommen unserem Ziel, die Altmark mit flächendeckende Glasfasernetz auszustatten immer näher. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie wird deutlich, wie wichtig die Glasfaserinfrastruktur für unsere ländliche Altmark ist,“ so Kluge. In der zweiten Kalenderwoche soll in Erxleben der sogenannte „Point of Presence“ aufgestellt werden. Ende Mai oder Anfang Juni sollen die Tiefbauarbeiten in Düsedau fortgesetzt und von dort in Richtung Osterburg erschlossen werden. Der ZBA ist ein kommunaler Zusammenschluss. Er wird dort aktiv, wo der Markt versagt, weil sich der Ausbau für die großen Anbieter dort nicht lohnt. Bürgermeister Nico Schulz (FW) kritisiert, dass der ZBA dort nicht ausbauen darf, wo eine Geschwindigkeit von 30 Mbit erreicht wird. Für diese Fälle, die sogenannten „schwarzen Flecken“, gibt es noch keine Lösung in Sachen Glasfaseranschluss. Die neuen Anschlüsse erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit. Verwaltungschef Schulz begrüßt im Gespräch mit der AZ das von der Bundesregierung verabschiedete Recht auf schnelles Internet. Wer zu langsame Leitungen hat, kann sich ab 2022 bei der Bundesnetzagentur beschweren. Die Anbieter sind dann verpflichtet auszubauen. „Es ist wichtig, dass hier was passiert“, findet Schulz. Noch ist allerdings nicht festgelegt, wie genau schnelles Internet definiert wird.

Der Ausbau soll bis Dezember in vier Phasen erfolgen. Zunächst werden sogenannte Rohrverbände in und zwischen den Ortschaften verlegt. Anschließend werden vor den Häusern für die Anschlüsse Baugruben von je einem Quadratmeter ausgehoben. In einem dritten Schritt werden die Kabel vom Technologiestandort bis zum Kunden, wie es in der Fachsprache heißt, eingeblasen. Der letzte Schritt ist die Übergabe der Leitungen an den zuständigen Netzbetreiber.

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