Wehrleiter Sven Engel zieht Bilanz und blickt nach vorne

Einsatzkräfte in Osterburg weiter am Limit

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Den Kinder- und Jugendfeuerwehren, wie hier der in Erxleben, kommt eine große Bedeutung dabei zu, um den Personalbedarf der Einsatzkräfte für die Zukunft zu decken.

Osterburg – Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Osterburg arbeiten an der Belastungsgrenze. Sowohl personell als auch mit Blick auf das den Kameraden zur Verfügung stehende Material ist die Situation kritisch, jedoch arbeite man an der Verbesserung der Lage.

„Die Zahl der Einsätze ist zwar gegenüber dem extremen letzten Jahr etwas rückläufig, aber wir hatten auch in diesem Jahr sehr viel zu tun“, so Osterburgs Wehrleiter Sven Engel gegenüber der AZ. So nannte er als Beispiel für einen Großeinsatz den Flächenbrand im Sommer in Rossau, der eine Größe von 40 bis 60 Hektar hatte. Nur dank der optimalen Zusammenarbeit aller Beteiligten sei der Brand unter Kontrolle gebracht worden.

Die anhaltende Trockenheit über die vergangenen beiden Sommer bringt auch die Infrastruktur der Feuerwehrbrunnen an ihre Grenzen. „Viele Brunnen sind versiegt oder ausgetrocknet“, verdeutlicht der Osterburger Wehrleiter die dramatische Situation. Dies mache es umso wichtiger, dass die Ausstattung mit Fahrzeugen auf einem möglichst hohen Niveau ist. Erst im vergangenen Jahr hatte die Feuerwehr Polkau ein LF 20, ein Löschfahrzeug mit einem großen Löschwassertank erhalten. In den kommenden Jahren bedürfe es weiterer Investitionen. „Bei der Stadt treffen wir mit unseren Wünschen auf offene Ohren, nur sind sowohl die finanziellen Mittel der Einheitsgemeinde als auch die Möglichkeit, Fördergelder zu erhalten, natürlich begrenzt.“

Das Engagement verstärkt hat die Feuerwehr in jüngster Zeit im Bereich der Nachwuchsförderung. So konnten die inzwischen gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutztage an den Grundschulen in Flessau und Osterburg genutzt werden, um neue Mitglieder für die Kinderfeuerwehr zu gewinnen.

Osterburgs Wehrleiter wirbt jedoch um Geduld, bis sich die derzeit sehr erfreulichen Zahlen beim Nachwuchs auch bei den Einsatzkräften niederschlagen. „Es wird natürlich noch dauern, bis wir die Früchte der guten Nachwuchsarbeit ernten und die Kinder- und Jugendlichen ins Erwachsenenalter kommen“, führt er aus. Besonders im Blick in Bezug auf die Nachwuchsgewinnung hat Engel die Ortschaften. Dort sollen Anstrengungen unternommen werden, um die Zahl der Nachwuchskräfte für die Feuerwehr ebenfalls zu steigern, so wie dies in Osterburg gelungen ist.

VON TOBIAS HENKE

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