Einmaligkeit betonen

Werben - Von Ivonne Bolle. Die Instandsetzungen am Haus an der Fabianstraße mit der Nummer 26 sollen beginnen. Darüber informierte Werner Eifrig, Vorsitzender des Arbeitskreises Werbener Altstadt, während der Stadtratssitzung am Dienstagabend. Vieles soll dabei in Eigenregie entstehen, um Kosten zu sparen.

„Das zweigeschossige, traufenständige Fachwerkhaus ist das älteste erhaltene, reine Wohnhaus der Stadt Werben. Es steht deshalb als Einzeldenkmal unter besonderem Schutz“, sagte der Vorsitzende. Der westliche Hausteil blieb unversehrt und habe deshalb heute über Werben hinaus einen hohen Dokumentarwert. Er zeige in seiner unveränderten Form das Lebens- und Wohnumfeld einer Kleinbürgerfamilie, wie sie für den großen Teil der Menschen bis in das frühe 20. Jahrhundert üblich war. Außerdem seien Arbeitsweisen und Techniken des Hausbaues besonders gut ablesbar. Der Zustand des Hauses sei trotz langen Leerstands erstaunlich gut. „Dieses Baudenkmal würde bei einer modernen Wohnnutzung größtenteils zerstört werden und eignet sich deshalb in seiner Einmaligkeit ausschließlich als Besichtigungsobjekt, wie es vom Arbeitskreis Werbener Altstadt auch angestrebt wird“, fügte er hinzu. Eine Instandsetzung kann nur durch im Denkmalschutz versierte Fachleute vorgenommen werden. In Werben werden seiner Meinung nach Objekte gebraucht, die den Gästen zur Besichtigung angeboten werden können, um die Verweildauer und die Wertschöpfung zu erhöhen. Dazu gehöre eine Stadtführung, die alle architektonischen Bereiche des Ortes abdeckt. Die beiden Kirchen, das Elbtor, ein Ackerbürgerhaus, zwei Handwerkerhäuser (Kirstein und Richter/Pomp), der Gebetssaal (Eifrig) und das Kleinbürgerhaus Fabianstraße wären geeignet für eine etwa zweistündige Führung durch die Baugeschichte, um den Ort für den Gast transparenter und interessanter zu machen.

In der vergangenen Sitzung monierten einige Ratsmitglieder, dass der Arbeitskreis kaum auf die Anfragen seites des Rates reagierte (wir berichteten). „Wir mussten uns zunächst intern einigen, wie es mit dem Projekt Fabianstraße 26 weitergeht. Das hat einige Zeit in Anspruch genommen“, sagte Vorsitzender Werner Eifrig nach dem öffentlichen Teil gegenüber der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare