Küche bleibt nicht mehr lange kalt

Einheitsgemeinde Osterburg regelt Essenversorgung zum nächsten Schuljahr

Anfang 2018 gingen in der Flessauer Schulküche die Lichter aus. Nun ist ein neuer Anbieter aus Stendal gefunden, der ab dem nächsten Schuljahr dort in einer Containerküche alle Kitas und die Osterburger Grundschule versorgt.
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Anfang 2018 gingen in der Flessauer Schulküche die Lichter aus. Nun ist ein neuer Anbieter aus Stendal gefunden, der ab dem nächsten Schuljahr dort in einer Containerküche alle Kitas und die Osterburger Grundschule versorgt.

Flessau – Zum 1. Februar 2018 gingen in der Flessauer Schulküche die Lichter aus. Seitdem bringt ein Caterer das Essen. Träger für die Bildungsstätte ist die Einheitsgemeinde Osterburg.

Dessen Bürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) hat all die Zeit an einer eigenen Küche festgehalten und nach Wegen gesucht. Nun ist die Lösung gefunden.

Im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Stadtratsitzung befand das Gremium hinsichtlich der „Vergabe einer Dienstleistungskonzession über die Herstellung und Lieferung der Mittagsverpflegung an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen der Hansestadt Osterburg“. Das Unternehmen von Magnus Urban aus Stendal hat den Zuschlag erhalten und kann ab dem nächsten Schuljahr 2021/22 die Küche in Flessau betreiben. Mit der Vergabe kann nun auch der Bau der Containerküche am Grundschulstandort Flessau beginnen. Urban ist für die Einheitsgemeinde kein Unbekannter, aktuell versorgt er schon die Kindertageseinrichtungen Kita „Jenny Marx“, Kita Königsmark, Kita Walsleben und die Grundschule in Flessau.

In der neuen Schulküche sollen circa 500 Portionen Mittagessen pro Tag zubereitet werden. Damit können alle Kinder in den städtischen Einrichtungen (Grundschule Osterburg und Flessau, Kita „Jenny Marx“ Osterburg, Kita Rossau, Kita Königsmark und Kita Walsleben) versorgt werden. Mit dem Ziel, die Kinder täglich mit frischem und gesundem Essen auszustatten, welches mit regionalen Produkten zubereitet und mit minimalen Warmhalte- und Standzeiten ausgeliefert wird.

Osterburgs Bürgermeister Schulz freut sich ganz besonders darüber, da es auch eins seiner Ziele war „regional und gesund: frisches Essen in unseren Kitas und Schulen“, die Mädchen und Jungen mit hochwertigem Essen zu versorgen. Leider gebe es immer noch zu viele Kinder, die in ihren Elternhäusern gar keinen oder einen sehr geringen Zugang zu gesundem Essen haben“, bedauert der Verwaltungschef. Ungesunde Ernährung sei wiederum ursächlich für sehr viele Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Arteriosklerose, Schlaganfall und vieles mehr. Sachsen-Anhalt habe bei den kardiovaskulären Erkrankungen wie beispielsweise Herzerkrankungen und Schlaganfall die höchste Häufigkeit aller Bundesländer. Dass in Zukunft dann vor Ort gekocht werde, sei ein großer Gewinn für die Einheitsgemeinde Osterburg. Die beispielgebend auch sein soll an andere Gemeinden und Landkreise, die Ernährung der Kinder mitzugestalten und zu tragen.

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