Stillstand seit rund zehn Jahren

Bau eines Radweges zwischen Düsedau und Walsleben derzeit nicht in Sicht

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Eine scheinbar unendliche Geschichte: Die Walslebener wünschen sich entlang der recht verkehrsreichen Landesstraße 14 in Richtung Düsedau einen Fahrradweg. Zwischen Düsedau und Osterburg, der Kernstadt der Einheitsgemeinde, existiert längst eine separate Piste für Pedaltreter.

Walsleben – Schon seit rund zehn Jahren wünscht sich Walslebens Ortsbürgermeisterin Christine Klooß (CDU), dass zwischen Walsleben und Düsedau ein Radweg gebaut wird. Doch in dieser Frage herrscht weiter Stillstand.

Grund dafür ist nicht zuletzt eine im Jahr 2015 vorgenommene Verkehrszählung.

„Danach ist der Radweg in der Prioritätenliste der Landesstraßenbaubehörde weiter nach hinten gerutscht“, so Klooß gegenüber der AZ. Demnach fahren zu wenige LKW durch den Ort, als dass ein Radweg eine hohe Priorität genieße. Tatsächlich führt das Verkehrsaufkommen laut der Ortsbürgermeisterin dazu, dass sich viele Waslebener nicht so gerne auf das Fahrrad schwingen. „Oft fahren da ja zwei oder drei LKW hintereinander, da ist für Fahrradfahrer dann wenig Platz“, nennt sie die konkreten Auswirkungen des fehlenden Radweges.

Osterburgs Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) hofft ebenfalls, dass der Radweg über Kurz oder Lang gebaut wird. „Der Abschnitt zwischen Düsedau und Walsleben hat auch überregional eine große Bedeutung. Deshalb wäre es nicht nur für die Menschen hier in der Einheitsgemeinde wichtig, wenn der Radweg gebaut wird. Ob dies passiert liegt nicht in den Händen der Stadt. Zuständig ist die Landesstraßenbaubehörde. Der Osterburger Bürgermeister hält es nicht für zielführend, dass beim Bau neue Radwege bisher das Verkehrsaufkommen das mit Abstand wichtigste Kriterium für den Bau neurer Strecken ist.

Laut Schulz wird die Prioritätenliste für die Radwege gerade überarbeitet. Er glaubt aber nicht, dass die Priorität des Weges so hochrutschen wird, dass ein Bau realisiert wird. Einen möglichen Ausweg sieht Schulz jedoch: „Würde der Altmarkrundkurs direkt von Walsleben nach Düsedau führen, wäre dieser Radweg förderfähig“. Zudem könne man in diesem Fall laut Schulz „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, denn in dem skizzierten Szenario würden sich auch neue Fördermöglichkeiten für den Bau der Uchtebrücke in Walsleben ergeben (AZ berichtete). „Brücke und Radweg gehören für mich zusammen“, sagt Ortsbürgermeisterin Klooß.

Derzeit führt die Strecke des Altmarkrundkurses von Walsleben über Uchtenhagen und Calberwisch. Die Entscheidung darüber, ob der Vorschlag von Schulz Gehör findet, liegt beim Landkreis und nicht in den Händen der Stadt.

VON TOBIAS HENKE

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