Petra Grimm-Benne besucht Kindergarten „Jenny Marx“ in Osterburg

Eine Tasse Kaffee für die Ministerin

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Keine Scheu: Linus hat Ministerin Petra Grimm-Benne (l.) zu einer Tasse „Kaffee“ eingeladen und fand in der Ministerin eine dankbare Abnehmerin. 

Osterburg. So ganz geheuer ist den Kindern des Kindergartens „Jenny Marx“ die Frau im schwarzen Hosenanzug nicht. Doch die Schüchternheit verfliegt schnell, und Linus bietet ihr sogar seine gelbe Tasse an.

Petra Grimm-Benne, Landesministerin für Arbeit, Soziales und Integration nimmt sie an, sagt danke und setzt sie an die Lippen. Zusammen mit Bürgermeister Nico Schulz und Kindergartenleiterin Lore Richter hat sich die Ministerin den Hort am Donnerstagnachmittag angesehen. Eine Station von mindestens zehn. Denn Grimm-Benne möchte erfahren, wie die Situation in den einzelnen Erziehungsinstitutionen wirklich ist. „Wenn wir das Kinderförderungsgesetz angemessen erneuern wollen, müssen wir an die Basis gehen“, sagt Grimm-Benne. Da nur das Gespräch mit Erziehern und Eltern Aufschluss darüber geben könne, wo gefördert werden müsse.

„Ich wünsche mir im Hinblick auf die Integration von Flüchtlingskindern mehr Unterstützung vom Land“, sagt Richter. Insgesamt vier Intergrationskinder gäbe es im Hort. „Wir wurden ins kalte Wasser geschmissen. Mein Lob gehört der Kollegin, die sich der Aufgabe gestellt hat“, sagt Richter weiter. Die Kultur und Sprache der zwei syrischen und zwei afghanischen Kinder sei eben doch eine andere. Und das habe anfangs zu Problemen geführt. Doch das Erzieherteam habe eine Möglichkeit gefunden, die Herausforderung zu meistern. „Das war jedoch nur möglich, weil wir nur eine kleine Integrationsgruppe haben. So konnten wir dem einzelnen Kind viel Aufmerksamkeit schenken“, sagt Richter.

Bürgermeister Nico Schulz, der seinen kleinen Sohn auch täglich in die Kindertagesstätte „Jenny Marx“ bringt, spricht die Kindergartengebühren an. „Wir wollen weiterhin eine kinder- und familienfreundliche Stadt bleiben. Dafür setzen der Stadtrat und ich uns ein“, sagt Schulz. Er hoffe, dass das neue Kinderförderungsgesetz auch dahingehend verbessert würde.

Von Gabriela Grau

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