Anfisa und Paulo lernen als Gastschüler

Eine neue Heimat auf Zeit am Osterburger Gymnasium gefunden

+
Die 16-jährige Anfisa Penchukova und der 18-jährige Paulo Tuano sind befreundet und lernen derzeit als Austauschschüler am Osterburger Gymnasium.

Osterburg – Immer mehr junge Menschen wollen ihren Horizont erweitern und Neues entdecken. Dafür ist der Besuch eines anderen Landes als Austauschschüler eine willkommene Gelegenheit.

Die 16-jährige Anfisa Penchukova aus der russischen Großstadt Krasnodar und der 18-jährige Paulo Tuano aus der US-amerikanischen Metropole New York sind beide Altmärker auf Zeit geworden. Sie besuchen das Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasium.

Paulo wohnt seit September dieses Jahres bei Familie Fischer in Osterburg. Der junge Mann sei sehr sprachbegabt und wissbegierig, freut sich Romy Fischer gegenüber der AZ. „Und die Familie Fischer ist sehr nett“, gibt der Amerikaner ein Kompliment zurück. Seit September wohnt er für die nächsten Monate in der Biesestadt. Nach Deutschland kam der Amerikaner über den AFS-Schüleraustausch.

Ziel für ihn sei es, „möglichst schnell und gut die deutsche Sprache zu erlernen und zu sprechen“. Gastmutter Romy Fischer ist davon fest überzeugt, dass das zügig gelingt. Auch die deutschen Lebensgewohnheiten und Sehenswürdigkeiten sollen Paulo nicht vorenthalten werden. Da gibt es schon mal den Besuch eines ökumenischen Gottesdienstes und als deftige Kost im Anschluss Leberkäse mit Sauerkraut zur Stärkung. Neu war für Paulo die Tradition der Laternenumzüge in Deutschland, wie beispielsweise am Freitagabend in Osterburg praktiziert.

Als Nächstes möchte Romy Fischer Paulo die heimelige und stimmige Atmosphäre der Adventsmärkte näherbringen und auch mit ihm Plätzchen backen. Zudem seien Besuche an Ostsee und im Harz geplant. Wie die Biesestädterin sagte, sei Paulo für ihre Söhne Enno (6) und Ben (10) wie ein großer Bruder. „Wenn er uns nächstes Jahr wieder verlässt, werden meine Kinder ihn sehr vermissen.“ Der US-Amerikaner will ab 2020 im kanadischen Montreal ein Studium beginnen, um später als Fremdsprachenlehrer zu arbeiten. Eine Rückkehr irgendwann nach Deutschland schließt er nicht aus. Mittlerweile ist er mit der bereits erwähnten 16-jährigen Russin Anfisa befreundet.

Die Jugendliche wohnt seit etwa drei Wochen bei Familie Pieck in Klein Schwechten und fühlt sich dort sehr wohl. Gastschwester Johanna hat schon die nächsten Aktivitäten ins Auge gefasst. Dazu gehört unter anderem ein großes Treffen der Pieck-Familie. Im Frühjahr soll der Ostsee ein Besuch abgestattet werden. Weitere Aktionen erfolgen spontan. Anfisa bleibt bis Juli in der Altmark. Ein späteres Studium in Deutschland wäre für die junge Russin vorstellbar.

VON THOMAS WESTERMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare