Die unschöne Bilanz: Schulleiterin vermutet hinter der Tat Festbesucher

Eine Infotafel abgefackelt, ein Kasten herausgerissen

„Das kostet doch alles Geld.“ Detlef Schneider, einer der zwei Hausmeister des MAG in Osterburg, kann über derartige Zerstörungswut nur den Kopf schütteln. Einer der Schaukästen ist ausgebrannt, der andere mit roher Gewalt einfach aus der Verankerung gerissen.

Osterburg. „Bei uns haben Vandalen gewütet. “ Elke Hein, die Leiterin des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums (MAG) ist wütend. Unbekannte haben am Festwochenende den Schulhof heimgesucht und die zwei Schaukästen beschädigt.

„Bei allem Verständnis für Jubel und Trubel, doch so eine Tat wirft ein schlechtes Licht auf die gesamte Veranstaltung. “ Stars und Sternchen sorgten auf dem Großen Markt für Stimmung, und nur gut 50 Meter weiter herrschte „blinde Zerstörungswut“. Die Bühne auf dem Großen Markt ist gestern abgebaut worden. Die MAG-Chefin geht nicht einfach zur Tagesordnung über. „Das ist doch kein Kavaliersdelikt. Wir haben Anzeige erstattet. Die Polizei ermittelt bereits. Und wir hoffen, dass der oder die Täter gefunden werden. “.

Von dem einen Schaukasten ist nicht mehr viel übrig. Wie bereits gestern kurz gemeldet, ist die Plexiglasscheibe zerborsten. Überall sind Rußflecken zu sehen. Die Aushänge sind fast vollständig verbrannt. Hausmeister Detlef Schneider hatte die Schäden bei einem Rundgang entdeckt. Die Schulleitung geht davon aus, dass bei der Zerstörung ein Knallkörper im Spiel gewesen ist. Die zweite Schautafel an einer Mauer des Schulgebäudes ist regelrecht aus der Verankerung gerissen worden. „Beide Kästen sind wichtig für die Schüler, stehen darin doch normalerweise die Vertretungen und andere Hinweise.“

Lothar Welte, der Ausrichter des Stadt- und Spargelfestes, bedauert den Vorfall. „Ob dort nun tatsächlich Festbesucher randaliert haben oder ganz andere Leute, ist eigentlich egal. So etwas gehört sich einfach nicht.“ Über größere Störungen an den drei Festtagen sei ihm ansonsten nichts bekannt. „Überhaupt sind wir mit dem Verlauf des Festes zufrieden. Natürlich lässt sich immer noch einiges verbessern, doch wir haben schon viel bewegt. Immer mehr Osterburger identifizieren sich mit dem Fest.“

Dennoch habe natürlich der August-Hilliges-Platz als weiterer Standort gefehlt. „Die Baustelle hat die Laufwege der Besucher negativ beeinflusst. Es gab kleine Enttäuschungen bei einigen Schaustellern, doch selbst sie wollen nächstes Jahr wiederkommen.“ Bei den Einzelhändlern entlang der südlichen Breiten Straße gebe es sicherlich noch Luft nach oben. „Das schleift. Die Beteiligung hätte größer sein können. Doch auch da spielt der Ausfall des Hilliges-Platzes sicherlich eine gewisse Rolle“, vermutet Welte. Die 19. Auflage des Festes im kommenden Jahr wird übrigens später im Monat stattfinden müssen als gewohnt. „Es läuft wahrscheinlich auf den 20. bis 22. Mai hinaus. Früher geht es nicht. Auch anderswo gibt es nun einmal Veranstaltungen, der Kalender ist voll“, so Welte, der insbesondere die Vergnügungsgeschäfte für Osterburg koordiniert.

Von Marco Hertzfeld

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