Osterburger Freizeitzentrum „Pio“ plant, in den Ferien länger zu öffnen

Eine feste Größe für Jugendliche

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Seit 25 Jahren arbeitet Marita Brenck im Osterburger Jugendfreizeitzentrum. Im Schnitt kommen rund 30 Jugendliche pro Tag in die Osterburger Einrichtung. Fotos (2): Henke

Osterburg. Das Jugendfreizeitzentrum „Pio“ in der Stendaler Straße in Osterburg ist eine feste Institution in der nachmittäglichen Betreuung von Jugendlichen.

Sie können dort ihre Hausaufgaben machen und finden je nach Interesse viele Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Die Einrichtung, die zu dem gemeinnützigen Verein „Internationaler Bund“ gehört, öffnet in der Schulzeit um 13 Uhr ihre Pforten. Für die Ferien ist angedacht, die Öffnungszeiten zu verlängern.

„Abwarten, ob sich das auch lohnt“

„Wir werden in den Ferien um 10 Uhr öffnen. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob sich das auch lohnt. Die Kinder schlafen in den Ferien einfach zu lange“, sagt Marita Brenck, eine von zwei hauptamtlichen Mitarbeitern. Falls das Angebot in der ersten Woche gut angenommen wird, ist geplant, die längeren Öffnungszeiten während der gesamten Sommerferien beizubehalten. Darüber hinaus erzählt Brenck von der Planbarkeit von Veranstaltungen in den Ferien: „Wenn wir Ausflüge unternehmen, muss rechtzeitig feststehen, wie viele Kinder mitkommen. Das ist nicht immer einfach zu realisieren“, sagt sie. Grundsätzlich sei der Bedarf nach dem Angebot im „Pio“ aber auch in den Ferien vorhanden. „Durchschnittlich kommen am Tag etwa 30 Kinder zu uns.“ Sie haben dann die Möglichkeit, bei den Hausaufgaben betreut zu werden, zu kickern oder Tischtennis zu spielen. Auch Videospielkonsolen und ein kleiner Fitnessraum sind vorhanden. Manche der Kinder sind zwingend auf das Angebot angewiesen. „Es gibt Fälle, da haben sie keinen Hausschlüssel und die Eltern kommen erst abends nach Hause. Wenn sie nicht zu uns kommen könnten, wüssten sie nicht wohin“, führt Marita Brenck weiter aus. Das Angebot richtet sich nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern auch an Heranwachsende bis 26 Jahre. Dass auch junge Erwachsene das Angebot nutzen, erklärt sich mit der Entstehungsgeschichte der Einrichtung. „Als wir angefangen haben, waren wir mit mehreren Musikbands in einem Gebäude. Die haben natürlich auch ihre Fans mitgebracht.“ So habe es sich ergeben, dass auch junge Erwachsene das Angebot regelmäßig wahrnehmen. Bevor das Jugendfreizeitzentrum 2002 von der Thälmann- in die Stendaler Straße umzog, kamen zu Spitzenzeiten an die 100 Jugendlichen am Tag. Besonders wichtig erscheint Marita Brenck die Freiwilligkeit der Angebote: „Es gibt Kinder, die wollen gerne Sport treiben, aber sie wollen sich aussuchen, wann sie es tun. In einem Verein müssen sie es regelmäßig machen, wenn sie beispielsweise an Wettkämpfen teilnehmen.“ Finanziert wird das Jugendfreizeitzentrum durch die Stadt Osterburg und den Landkreis Stendal, wobei die Stadt i immer einen Cent mehr bezahlt als der Landkreis. „Der Stadt ist es das wert, sie weiß, was sie an uns hat.“

Von Tobias Henke

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