Mit schwerem Gerät im Einsatz

Innenarbeiten am Kirchturm von St. Nicolai stehen kurz vor dem Abschluss

Ein rund 50 Meter hoher Kran war bei den Bauarbeiten im Einsatz
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Ein gewaltiger Kran war gestern notwendig, um benötigte neue Deckenbalken ins Innere des Kirchturmes zu schaffen. Sie werden dafür genutzt, um morsche Balken auszutauschen.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Ein durchaus imposantes Schauspiel bot sich gestern den Beobachtern am Kleinen Markt vor der Osterburger St. Nicolaikirche. Insgesamt acht Balken wurden mit einem großen Kran nach oben gewuchtet, um sie im Inneren des Turmes zu verbauen. Sie ersetzen morsch gewordene Deckenbalken im Inneren des Turmes (die AZ berichtete). Auch der für den Bau verantwortliche Architekt, Frank Ende, und der biesestädtische Pfarrer, Gordon Sethge, beobachteten die Szenerie.

„Die alten Balken werden dendrochronisch untersucht“, erzählte Ende. Der Fachbegriff umschreibt die Altersuntersuchung von in Gemäuern verbautem Holz. „Dass das hier noch Originale sind, glaube ich aber nicht.“ Den Turm zu sanieren sei eine höchst spannende Aufgabe. „So etwas macht man als Architekt nur einmal im Leben“, glaubt Ende.

Die Arbeiten im Inneren der Kirche, die zwischenzeitlich ruhten, da die benötigten Holzbalken getrocknet werden mussten, könnten laut Ende nächster Woche abgeschlossen sein. Danach geht es dann an der Fassade des Kirchturmes weiter. „Drinnen wurde unter anderem eine Zwischendecke komplett entfernt“, führt Ende aus.

Aufgrund von Wasserschäden im obersten Bereich des Turmes, sind die Sanierungsarbeiten umfangreicher als sie zunächst geplant waren (die AZ berichtete). Eine genaue Ursache steht noch nicht fest.

So lange wie die Bauarbeiten laufen, muss auch weiterhin auf Kirchengeläut verzichtet werden. „Die Erschütterungen wären sonst zu groß“, erläutert Architekt Ende. Auch die Uhr steht daher weiterhin still.

Der Außenbereich des Kirchturmes wird auch nach den Bauarbeiten nicht zugänglich sein. Es ist allerdings angedacht, dass die Nicolaibläser dort an Weihnachten spielen dürfen.

Wie von Pfarrer Sethge zu erfahren war, werden auch die Arbeiten an der Außenfassade zeitnah beginnen, nachdem die zurzeit laufenden Arbeiten abgeschlossen wurden. Eine Beeinträchtigung für Veranstaltungen gibt es abgesehen davon, dass kein Geläut zu hören sein wird, nicht. Von Frank Ende ist zu erfahren, dass die anstehenden Arbeiten fast ausnahmslos alle auch während der kalten Jahreszeit vorgenommen werden können, sodass an St. Nicolai wohl auch während des Winters durchgearbeitet werden kann.

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