Bahnhofsgebäude wurde angezündet / Ermittlungen laufen noch

Düsedau: „Das war Brandstiftung“

Die Spuren des Brandes sind auch von Außen deutlich zu sehen. Auch der Brandgeruch ist in unmittelbarer Nähe des Gebäudes immer noch wahrzunehmen.
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Die Spuren des Brandes sind auch von Außen deutlich zu sehen. Auch der Brandgeruch ist in unmittelbarer Nähe des Gebäudes immer noch wahrzunehmen.

Düsedau – Vor gut zwei Wochen kam es zu einem Vollbrand im ehemaligen Bahnhof in Düsedau (AZ berichtete). Nun ist auch die Brandursache geklärt. „Das war Brandstiftung“, so Dirk Marscheider, Sprecher des Stendaler Polizeireviers gegenüber der AZ.

Er warb um Verständnis dafür, dass er zu Details keine weiteren Angaben machen könne.

Dies geschehe aus ermittlungstaktischen Gründen. „Alle Details, die ich nennen würde, wären Täterwissen“, so der erfahrene Beamte, der erläuterte, dass alle Angaben von möglichen Verdächtigen immer mit den Ergebnissen der Brandursachenermittler abgeglichen würden, um so festzustellen, ob sich die Ereignisse auch tatsächlich so zugetragen haben, wie sie jemand schildert. Weitere Zeugenaussagen zum Brand, der am 11. Januar gelegt wurde, werden laut Marscheider nicht benötigt. Zur Frage, ob es bereits einen oder mehrere Verdächtige gebe, wollte er sich nicht äußern.

Mitte Dezember erst hatte der Bahnhof für 8500 Euro den Besitzer gewechselt. Um wen es sich dabei handelt, ist nicht bekannt. Auch mehr als zwei Wochen nach dem Feuer ist der Brandgeruch in der Nähe des Gebäudes noch deutlich vernehmbar.

Bei dem Feuer am 11. Januar, das von einer starken Rauchentwicklung begleitet wurde, waren insgesamt 55 Kameraden aus Feuerwehren der gesamten Einheitsgemeinde Osterburg im Einsatz. Geschützt mit Atemschutzmasken hatten sie die Flammen schnell im Griff und konnten noch Schlimmeres verhindern.

VON TOBIAS HENKE

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