Markt will noch 2014 in „Stadtpassage“ ziehen – doch bleiben offene Fragen

Drogeriekette fädelt neu ein

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Der August-Hilliges-Platz und die Promenade befinden sich im Herzen der Stadt. So richtig ansehnlich ist das Areal zwischen Kaufhaus und „Stadtpassage“ allerdings nicht. Die Stadt möchte den gesamten Bereich neu gestalten und begrünen lassen.

Osterburg. Die Biesestadt kann offenbar auch weiterhin mit „Rossmann“ rechnen.

Während Drogerien in Osterburg und Umgebung allmählich zur Mangelware geworden sind und immer mehr Ketten der Gegend den Rücken gekehrt haben oder gänzlich vom Markt verschwunden sind, will sich das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Burgwedel nun in der Kernstadt der Einheitsgemeinde sogar vergrößern. Immer wieder ist darüber spekuliert worden, nun gibt es Gewissheit: Die Drogeriekette möchte von der Breiten Straße 13 nur einen Steinwurf weiter in die „Stadtpassage“ ziehen. Der Umzug ist für Ende des Jahres geplant, möglicherweise findet die Eröffnung im November statt. Der alte Standort sei mit knapp 300 Quadratmetern einfach nicht mehr richtig zeitgemäß. „Um das komplette Sortiment abbilden zu können, benötigen wir heute rund 500 Quadratmeter. Mit dem neuen Standort an der Wallpromenade 26-28 werden wir eine Verkaufsfläche bekommen, die mehr als doppelt so groß ist“, teilt Unternehmenssprecher Josef Lange auf AZ-Anfrage mit.

Dennoch bleiben einige Fragezeichen. Ob die Drogeriekette ihren Umzug oder vielleicht sogar ihr grundsätzliches Engagement in Osterburg von einer Sanierung des ziemlich maroden August-Hilliges-Platzes abhängig macht, dazu sagt Lange nur so viel: „Zu den städtebaulichen Konzepten können und wollen wir uns nicht äußern und bitten um Nachsicht.“

Mit dem Umfeld der „Stadtpassage“ dürfte momentan allerdings niemand so richtig zufrieden sein. Der Platz, benannt nach einem früheren Osterburger Bürgermeister, soll schon seit einigen Jahren neu gestaltet und begrünt werden. Doch immer wieder ist das Projekt verschoben worden. Die Einheitsgemeinde möchte ihr innerstädtisches Filetstück mit Fördergeld erneuern lassen. Die Kosten werden auf insgesamt etwa 270 000 Euro geschätzt.

Dr. Klaus Klang (CDU), Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung, hatte den Biesestädtern bei seinem Besuch im Februar Hoffnung auf Geld aus dem Programm „Stadtumbau Ost“ gemacht, aber zugleich auf Umstrukturierungen in Bundesministerien hingewiesen, die sich auf das gesamte Prozedere der Vergabe auswirken würden. Ob und, wenn ja, wann Osterburg mit Fördergeld arbeiten könnte, dazu gibt es momentan noch kein abschließendes Signal aus dem Ministerium in Magdeburg. Mitarbeiter des Bauamtes der Biesestadt halten sich ebenfalls recht bedeckt. Dort heißt es: „In nächster Zeit wird das wohl nichts, wenn 2014 überhaupt noch.“

Von Marco Hertzfeld

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